Große Anzei­gen­kun­den wie der Einzel­han­del und die Automo­bil­in­dus­trie seien schwer unter Druck, ebenso die Berei­che Veran­stal­tun­gen, Restau­rants und Gaststät­ten. In den meisten Verla­gen gebe es noch Kurzar­beit, wenn auch teilwei­se sehr reduziert, erklär­te Lehari. «Man muss damit rechnen, dass das auch im nächs­ten Jahr so sein wird.»

Der Präsi­dent des Bundes­ver­bands Digital­pu­blis­her und Zeitungs­ver­le­ger, Mathi­as Döpfner, hatte am vergan­ge­nen Diens­tag eine dauer­haft gerin­ge­re oder sogar ganz gestri­che­ne Mehrwert­steu­er für Medien­pro­duk­te vorge­schla­gen. Aus Sicht von Lehari, Verle­ger des «Reutlin­ger General-Anzei­gers», eine gute Idee, aber die Frage sei: «Wer profi­tiert davon? Wenn die Mehrwert­steu­er auf Null runter­geht, könnte die Forde­rung aufkom­men: Das Abo muss entspre­chend günsti­ger werden.»

Der Verband Südwest­deut­scher Zeitungs­ver­le­ger (VSZV) vertritt seit 67 Jahren die beruf­li­chen und wirtschaft­li­chen Inter­es­sen der Zeitungs­ver­la­ge in Baden-Württem­berg. Er will sich nun für rein digita­le Unter­neh­men öffnen. Auch Blogger und andere Digital­pu­blis­her sollen dem Verband beitre­ten können — ein Thema bei der Jahres­ta­gung an diesem Freitag in Ulm.