Sigma­rin­gen — Ein 39-jähri­ger Mann wurde vom Amtsge­richt Sigma­rin­gen wegen Betru­ges zu mehr als zwei Jahren Gefäng­nis verur­teilt. Er hatte über Ebay Waren verkauft, die gar nicht existier­ten.

Festge­nom­men wurde der IT-System-Kaufmann in Rumäni­en. Dorthin hatte er sich nach mehre­ren Anzei­gen abgesetzt. Jetzt stand er in Sigma­rin­gen vor Gericht, wie der Südku­rier schreibt. Wegen Betru­ges in 15 Fällen in Tatein­heit mit Unter­schla­gung verur­teil­te das Schöf­fen­ge­richt des Amtsge­richts Sigma­rin­gen unter Vorsitz von Richter Jürgen Dorner den Mann zu zwei Jahren und vier Monaten Gefäng­nis. Der Angeklag­te hatte in der Zeit von April bis Ende 2017 immer wieder diver­se elektro­ni­sche Geräte vom Smart­pho­ne bis hin zum Kraft­fahr­zeug-Diagno­se-Gerät über Ebay verkauft, ohne die bezahl­ten Geräte an die Käufer zu liefern. Vor Gericht gab er die Betrü­ge­rei­en zu.

Nachdem er einen gut bezahl­ten Arbeits­platz­ver­lo­ren hatte, sei er in eine finan­zi­el­le Notla­ge gekom­men. Aus dem von Richter Dorner verle­se­nen Auszug aus dem Bundes­zen­tral­re­gis­ter ging jedoch hervor, dass der Angeklag­te insge­samt 17 Mal von den Gerich­ten in Biele­feld, Hersbruck, Weimar, Konstanz, Böblin­gen und in der Schweiz wegen Betrug, Diebstahl und Fahren ohne Fahrerlaub­nis zu Geld und Freiheits­stra­fen verur­teilt worden war, die er teilwei­se auch verbüßt hatte.