Bundes­weit wurden laut Bahn im vergan­ge­nen Jahr 2550 Angrif­fe auf DB-Mitar­bei­ter gezählt. Die gute Nachricht dabei: Es sind rund 60 Fälle weniger als noch im Vorjahr. Die DB bietet als Konse­quenz daraus regel­mä­ßi­ge Trainings an, damit die Mitar­bei­ter auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen reagie­ren und Konflik­te in den Griff kriegen. Für 2018 konnte das Verkehrs­un­ter­neh­men für Baden-Württem­berg keine entspre­chen­den Zahlen vorle­gen.

Wie auch im öffent­li­chen Nahver­kehr besteht die Sorge, dass die nunmehr gelten­de Masken­pflicht zu zusätz­li­chen Konflik­ten führt. Und diese Überle­gung scheint nicht unbegrün­det: In den Monaten Mai bis Juni zählte die Bahn bundes­weit jeweils zwischen 89 und 117 Körper­ver­let­zun­gen an ihren Mitar­bei­tern. Bei 9 bis 13 Prozent dieser Fälle geht das Unter­neh­men von einem Corona-Bezug aus. Noch höher ist der Anteil bei Belei­di­gun­gen, Bedro­hun­gen und Nötigun­gen: Mindes­tens jeder fünfte dieser Vorfäl­le hing in dieser Zeit mit Corona zusam­men.