Für das Formel-1-Rennen auf dem Nürburg­ring Mitte Oktober sind 20.000 Zuschau­er zugelas­sen. Die zustän­di­ge Behör­de macht den Gastge­bern dafür aber stren­ge Aufla­gen.

Das Formel-1-Wochen­en­de vom 9. bis zum 11. Oktober ist das erste Gastspiel der Motor­sport-Königs­klas­se in der Eifel seit sieben Jahren. «Wenn am 11. Oktober der Titel «Großer Preis der Eifel» verlie­hen wird, ist das weit über die Grenzen des Motor­sports hinaus eine Werbung für die Eifel, in der die Formel 1 auch ein Stück Identi­tät ist», teilte Minis­ter­prä­si­den­tin Malu Dreyer (SPD) mit.

Grund­la­ge der Geneh­mi­gung sei das von der Nürburg­ring 1927 GmbH & Co. KG. vorge­leg­te Hygie­nekon­zept, heißt es in der Mittei­lung der Kreis­ver­wal­tung. Das beinhal­te Maßnah­men der Kontakt­mi­ni­mie­rung, eine geziel­te Besucher­steue­rung, spezi­el­le Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men, die räumli­che und zeitli­che Eintei­lung von Publi­kums­grup­pen sowie ein strik­tes Alkohol­ver­bot.

Die Eintritts­kar­ten für das Formel-1-Rennen werden demnach ausschließ­lich online, perso­na­li­siert und sitzplatz­ge­nau angebo­ten. Dadurch sei eine Kontakt­nach­ver­fol­gung jeder­zeit möglich. Besucher aus Corona-Risiko­ge­bie­ten werden aufgrund des online-basier­ten Verkaufs identi­fi­ziert und ausge­schlos­sen.

Die Ticket­kon­tin­gen­te werden laut Kreis­ver­wal­tung in mehre­ren Verkaufs­stu­fen angebo­ten, um jeder­zeit auf ein Anstei­gen des Infek­ti­ons­ge­sche­hens reagie­ren zu können. Die Kontin­gen­te müssen jeweils von der Kreis­ver­wal­tung freige­ge­ben werden. Beson­de­re Bedeu­tung habe auch das Infek­ti­ons­ge­sche­hen unmit­tel­bar an den Veran­stal­tungs­ta­gen. Die Einhal­tung der Aufla­gen werde engma­schig kontrol­liert, bei Verstö­ßen behal­te sich die Kreis­ver­wal­tung vor, Tribü­nen zu schlie­ßen oder die gesam­te Veran­stal­tung abzubre­chen.

Die Geneh­mi­gung von 20.000 Zuschau­ern erfolgt den Angaben zufol­ge aufgrund der Entschei­dung des Landes, bei sport­li­chen Großver­an­stal­tun­gen bis zu 20 Prozent der jewei­li­gen Stadi­en- oder Hallen­ka­pa­zi­tät zuzulas­sen. Bedin­gung ist, dass es kein auffäl­li­ges Infek­ti­ons­ge­sche­hen gibt und die öffent­li­che Infra­struk­tur die Einhal­tung des Abstands­ge­bo­tes diese Zuschau­er­zah­len ermög­licht.

Eigent­lich war in diesem Jahr kein Formel-1-Rennen in Deutsch­land geplant. Wegen der Corona-Pande­mie können aber keine WM-Läufe in den USA, Kanada, Mexiko und Brasi­li­en gefah­ren werden, auch die geplan­ten Rennen in China, Singa­pur und Japan wurden abgesagt. Daher war die Rennse­rie auf der Suche nach weite­ren Gastge­bern in Europa.

Weil mit dem Hocken­heim­ring, zuletzt Gastge­ber des Grand Prix von Deutsch­land, keine Einigung erzielt wurde, kam der Nürburg­ring zum Zuge. Ferra­ri-Pilot Vettel bekommt daher doch noch ein Heimspiel in seinem Abschieds­jahr bei der Scude­ria. Auch bei den beiden Gastspie­len des Deutschen Touren­wa­gen Masters waren zuletzt bereits einige tausend Zuschau­er zugelas­sen.