Es war ein beispiel­lo­ser logis­ti­scher Kraft­akt: 240.000 gestran­de­te Deutsche wurden im Frühjahr wegen Corona aus aller Welt nach Hause geholt, viele in Charter­ma­schi­nen der Regie­rung. Nicht jeder will für den Service zahlen.

Die größte Rückhol­ak­ti­on in der Geschich­te der Bundes­re­pu­blik kurz nach Ausbruch der Corona-Pande­mie hat ein juris­ti­sches Nachspiel.

Einige der damals mit Charter­ma­schi­nen der Bundes­re­gie­rung in aller Welt einge­sam­mel­ten Reisen­den weigern sich, sich an den Kosten zu betei­li­gen. Inzwi­schen gibt es 60 Klagen gegen Zahlungs­be­schei­de des Auswär­ti­gen Amts. Das geht aus einer Antwort des Staats­se­kre­tärs Miguel Berger auf eine Anfra­ge des FDP-Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­ten Roman Müller-Böhm hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Wie die Klagen begrün­det werden, steht in dem Schrei­ben nicht.

Insge­samt kommt die Bezah­lung der Flüge nur schlep­pend voran. Acht Monate nach Ende der Aktion hat das Minis­te­ri­um erst gut ein Viertel der etwa 37 Millio­nen Euro kassiert, die sie den Passa­gie­ren in Rechnung stellen wollte. Bis zum 16. Dezem­ber sind laut Berger erst 10,6 Mi