WERNIGERODE (dpa) — Am Hang des Brockens stehen abgestor­be­ne Fichten großflä­chig in Flammen. Schwie­ri­ges Terrain für die Lösch­trupps. Im Landkreis Harz gilt der Katastrophenfall.

Lichter­loh brennen­de Bäume, ein gesperr­ter Gipfel im Natio­nal­park und Hilfe aus dem Ausland: Seit Samstag und gut drei Wochen nach einem Waldbrand am Brocken im Harz frisst sich erneut ein Großfeu­er den Hang des 1141 Meter hohen Berges entlang.

Am späten Sonntag­nach­mit­tag war die betrof­fe­ne Fläche, auf der vor allem abgestor­be­ne Fichten stehen, auf eine Größe von rund 150 Hektar (1,5 Quadrat­ki­lo­me­ter) angewach­sen, teilte der Landkreis Harz mit. Zuvor war von gut 60 Hektar die Rede gewesen.

Die Lage verschär­fe sich konti­nu­ier­lich. Landrat Thomas Balce­row­ski (CDU) rief am Sonntag um 10.30 Uhr den Katastro­phen­fall aus — der Landkreis Harz geht davon aus, dass die Lösch­ar­bei­ten mehre­re Tage dauern werden. Die Ursache des Großfeu­ers blieb erstmal unklar.

Tote Fichten sind das grund­le­gen­de Problem

Der Oberharz und damit der Natio­nal­park ist geprägt von toten Fichten. Die von den Menschen angeleg­te Monokul­tur ist ein grund­le­gen­des Problem des rund 250 Quadrat­ki­lo­me­ter (25 000 Hektar) großen Natio­nal­parks Harz. Rund 80 Prozent des Baumbe­stan­des ist Fichte. Davon wied