MÜNCHEN (dpa) — Im August klebten sich zwei Aktivis­ten der «Letzten Genera­ti­on» in der Alten Pinako­thek in München an einem Rubens-Gemäl­de fest. Die Aktion hat nun erste juris­ti­sche Konsequenzen.

Das Amtsge­richt München hat Straf­be­feh­le gegen die Klima-Aktivis­ten erlas­sen, die sich im August in der Alten Pinako­thek an einem Rubens-Gemäl­de festge­klebt hatten. Zwei dieser Straf­be­feh­le seien gegen die beiden Männer verhängt worden, die sich festkleb­ten, einer gegen denje­ni­gen, der die Aktion filmte, bestä­tig­te ein Gerichts­spre­cher der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben der Staats­an­walt­schaft München I, die die Straf­be­feh­le beantragt hat, wurde jeweils «eine erheb­li­che Geldstra­fe festge­setzt», die die Spreche­rin der Behör­de aller­dings nicht bezif­fer­te. Teuer könnte es aber auch unabhän­gig davon werden: «Wir werden selbst­ver­ständ­lich unsere Ansprü­che zivil­recht­lich geltend machen», sagte Tine Nehler, Spreche­rin der Pinakotheken.

Bei der Aktion im August entstand nach Angaben der Staats­an­walt­schaft ein Schaden von 11.000 Euro. Einer der beiden Männer, die sich festkleb­ten, und der Filmer legten nach Gerichts­an­ga­ben Einspruch gegen den Straf­be­fehl ein. Damit kommt es in der Sache zum Prozess am Amtsge­richt. Wann das sein soll, konnte der Sprecher aller­dings noch nicht sagen. Gegen den dritten Straf­be­fehl war zunächst noch kein Einspruch eingegangen.

Zwei Aktivis­ten der Bewegung «Letzte Genera­ti­on» hatten sich am 28. August am Rahmen des Gemäl­des «Der bethle­he­mi­ti­sche Kinder­mord» von Peter Paul Rubens aus dem 17. Jahrhun­dert festge­klebt. Mitar­bei­ter des Museums und Polizis­ten mussten die beiden Männer dann nach Museums­an­ga­ben mit Lösungs­mit­teln von