Kaum ein europäi­sches Land hat die Pande­mie so schwer getrof­fen wie Itali­en. Ein deutli­cher Anstieg der Infek­ti­ons­zah­len in den letzten Wochen könnte nun weite­re Maßnah­men zur Folge haben.

Nach Berich­ten vom Montag sollte die vorge­se­he­ne Verschär­fung der Regeln in Kürze von der Regie­rung in Rom veröf­fent­licht werden. Die Pflicht, überall und zu jeder Zeit in dem Mittel­meer­land einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte demnach schon ab Mittwoch gelten.

Einzel­ne Gebie­te, zuletzt die Region Latium, hatten solche Vorsichts­maß­nah­men im Kampf gegen die Corona-Pande­mie schon erlas­sen. Bisher müssen die Schutz­mas­ken natio­nal haupt­säch­lich in geschlos­se­nen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffent­li­chen Verkehrs­mit­teln aufge­zo­gen werden.

Gesund­heits­mi­nis­ter Rober­to Speran­za wolle am Diens­tag im Parla­ment in Rom zudem offizi­ell eine Verlän­ge­rung des Corona-Notstan­des bis 31. Januar 2021 vorschla­gen, wie unter anderem die Zeitung «Corrie­re della Sera» schrieb. Diese Maßnah­me gibt der Regie­rung beson­de­re Vollmach­ten. Der Notstand läuft bisher am 15. Oktober aus.

Die italie­ni­schen Behör­den verzeich­ne­ten in den jüngs­ten Wochen einen deutli­chen Anstieg der Infek­ti­ons­zah­len. Trotz­dem gilt die Pande­mie bisher in Itali­en als unter Kontrol­le. Am Sonntag gab es offizi­ell 2578 neu regis­trier­te Corona-Anste­ckun­gen, 18 Menschen starben mit oder an der Virus­krank­heit. Die Gesamt­zahl der Covid-19-Opfer liegt in Itali­en bei rund 36.000.