Mit Camping-Tiefkühl­bo­xen hat Bayern Corona-Impfdo­sen beim Trans­port gekühlt. Der Freistaat habe 305 elektri­sche Kühlbo­xen beschafft, bestä­tig­te ein Sprecher des Bayeri­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums am Mittwoch. 93 Boxen seien zum Einsatz gekom­men. Zuerst hatte der «Spiegel» über die Camping-Boxen berich­tet, die laut Herstel­ler eigent­lich für Lebens­mit­tel und Geträn­ke gedacht sind.

Das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um wies Kritik zurück, wonach die verwen­de­ten Boxen nicht für den Impfstoff geeig­net seien. Die Boxen seien nur für den kurzen Trans­port zwischen Impfzen­tren und Alten- und Pflege­hei­men gedacht, beton­te der Sprecher. Der Impfstoff müsse dafür nach Angaben des Herstel­lers Biontech nur bei zwei bis acht Grad gekühlt werden. Vorschrif­ten zu den Trans­port­be­hält­nis­sen gebe es nicht.

Für den Trans­port der Impfstof­fe von den Impfstoff­la­gern zu den Impfzen­tren seien die Camping-Kühlbo­xen nicht vorge­se­hen, hieß es weiter. Dafür gebe es eigene Trans­port- und Kühltech­nik, die ein Logis­tik­dienst­leis­ter übernehme.

Doch bei den aller­ers­ten Liefe­run­gen am 26. und 28. Dezem­ber habe Bayern nur sehr wenig Impfstoff bekom­men. Die Auftei­lung und den Trans­port habe der Dienst­leis­ter nicht überneh­men können. Aus diesem Grund seien die Camping-Kühlbo­xen «außer­plan­mä­ßig» bei der überre­gio­na­len Vertei­lung des Impfstoffs einge­setzt worden, erklär­te der Sprecher. Die richti­ge Tempe­ra­tur sei dabei aber immer überprüft worden.

Die Pannen beim Trans­port und der Kühlung des Impfstoffs in Oberfran­ken und Schwa­ben sind laut Minis­te­ri­um durch Handha­bungs­feh­ler passiert. «Die Kühlbo­xen selbst haben nach allen vorlie­gen­den Erkennt­ni