Was ist dran an seiner Fußball­lei­den­schaft? Ist da alles okay? Campi­no hat es sich von einem Psycho­lo­gen erklä­ren lassen.

«Ich habe mich oft gefragt, ob ich ein Idiot bin und damit zu viel Zeit verschwen­de», sagte der Front­mann der Düssel­dor­fer Band im Inter­view mit der «Frank­fur­ter Allge­mei­nen Sonntags­zei­tung». «Das Ergeb­nis: Ich tue damit ja nieman­dem weh, deswe­gen ist es für mich auch in Ordnung».

Campi­no, der die deutsche und die briti­sche Staats­bür­ger­schaft besitzt, ist Fan des briti­schen Premier-League-Vereins FC Liver­pool.

Beim Fußball liebe er den Kontroll­ver­lust, erklärt Campi­no. «Auf der Bühne kann ich durch die Auswahl der Songs das Szena­rio lenken, beim Fußball kann ich gar nichts lenken, das ist das Genia­le, ich mache einfach mit bei dem Roulet­te.»

Das Gefühl in der Hunderts­tel­se­kun­de, wenn der Ball über die Linie gehe, sei so wahnsin­nig inten­siv und durch nichts anderes herzu­stel­len. «Es ist alles eine wahnsin­ni­ge Überstei­ge­rung und Einbil­dung. Manche sagen: Wie armse­lig. Ich sage: Alle sind glück­lich, die das machen können, diese Gefühls­in­ten­si­tät erleben, ohne dafür einen echten Preis zahlen zu müssen.»

Am Montag erscheint das erste selbst geschrie­be­ne Buch von Sänger Campi­no: «Hope Street: Wie ich einmal engli­scher Meister wurde». Die Toten Hosen bringen zudem ein neues Album mit englisch­spra­chi­gen Cover-Versio­nen der Mersey-Beat-Ära heraus. Es heißt «Learning English Lesson 3: Mersey Beat! The Sound Of Liver­pool» und erscheint am 13. Novem­ber.