Nun auch Stutt­gart: Die Landes­haupt­stadt hat in der Corona-Pande­mie den wichti­gen Schwel­len­wert bei den Anste­ckungs­zah­len überschrit­ten. Die Menschen in der Stadt müssen sich auf verschärf­te Maßnah­men im Kampf gegen das Virus einstel­len.

Vorbe­rei­tet werden nach weite­ren Angaben der Stadt unter anderem eine Sperr­stun­de, eine Masken­pflicht in der Innen­stadt und Alkohol­kon­sum-Beschrän­kun­gen. Die Maßnah­men treten nicht sofort in Kraft. Die Sperr­stun­de müsse recht­lich sauber einge­führt werden, erläu­ter­te ein Sprecher der Stadt.

Priva­te Zusam­men­künf­te mit mehr als 25 Teilneh­mern sind in Stutt­gart bereits verbo­ten. Oberbür­ger­meis­ter Fritz Kuhn (Grüne) sagte am Samstag, die steigen­den Infek­ti­ons­zah­len und das immer diffu­se­re Anste­ckungs­ge­sche­hen berei­te ihm Sorge. «Deswe­gen handeln wir jetzt: zielge­rich­tet und angemes­sen.» Er fühle sich an die Situa­ti­on im März dieses Jahres erinnert. Es gehe darum, das öffent­li­che Leben möglichst aufrecht zu erhal­ten.

Die Stadt ermun­tert überdies zum Home-Office, will die Entflech­tung des Unter­richts­be­ginns an Schulen errei­chen und das Maske tragen im Rathaus erwei­tern. Bislang war der Landkreis Esslin­gen der Corona-«Hotspot» in Baden-Württem­berg. Am Freitag lag der kriti­sche Wert dort bei 56,3. Auf öffent­li­chen Plätzen muss in Esslin­gen ein Schutz über Mund und Nase getra­gen werden.