PALM BEACH/WASHINGTON (dpa) — Vermut­lich hatte der Ex-Präsi­dent sich eine andere Ausgangs­la­ge für sein Comeback gewünscht: Nach den Kongress­wah­len steht seine Macht bei den Republi­ka­nern in Frage. Trotz­dem geht Trump in die Offensive.

Donald Trump wirkt für seine Verhält­nis­se reich­lich gebremst bei der nach seinem Ermes­sen vielleicht größten Ankün­di­gung aller Zeiten. Der Ex-US-Präsi­dent wirft zwar wie üblich mit Super­la­ti­ven um sich an diesem Abend («Ich werde kämpfen, wie noch niemand je gekämpft hat»), aber er tut dies ruhiger, langsa­mer, weniger energisch als sonst bei Wahlkampfauftritten.

«Wir halten es heute ganz elegant», sagt der 76-Jähri­ge, bevor er der Welt ohne das übliche Crescen­do, ohne Tusch oder Trommel­wir­bel seine «große Mittei­lung» macht: «Um Ameri­ka wieder groß und glorreich zu machen, gebe ich heute Abend meine Kandi­da­tur für das Amt des Präsi­den­ten der Verei­nig­ten Staaten bekannt.»

Auftritt vor Gold und Glitzer

Der Republi­ka­ner hat sein priva­tes Anwesen Mar-a-Lago in Flori­da für den großen Auftritt ausge­wählt. Jenen Ort, den FBI-Ermitt­ler vor gut drei Monaten durch­such­ten, weil Trump dort lange nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus gehei­me Regie­rungs­do­ku­men­te aufbe­wahr­te. Und er hat jenen Tag gewählt, an dem US-Präsi­dent Joe Biden