Lindau —  Am Donners­tag­mor­gen hat die Bundes­po­li­zei bei einer Buskon­trol­le am Grenz­über­gang Hörbranz Drogen und Arznei­mit­tel gefun­den. Die verbo­te­nen Substan­zen führte ein polizei­be­kann­ter italie­ni­scher Staats­bür­ger bei sich.

Lindau­er Bundes­po­li­zis­ten überprüf­ten auf der BAB 96 im Rahmen einer grenz­po­li­zei­li­chen Einrei­se­kon­trol­le einen Italie­ner als Insas­se eines Fernrei­se­bus­ses aus Rom. Auf dem Sitzplatz des als Betäu­bungs­mit­tel­kon­su­ment polizei­be­kann­ten Mannes stell­ten die Bundes­po­li­zis­ten eine Plastik­tü­te fest, in der sich eine Dose mit etwa 30 Gramm Marihua­na befand. Bei der anschlie­ßen­den Durch­su­chung des 53-Jähri­gen und seines mitge­führ­ten Gepäcks fanden die Beamten außer­dem eine halbe in Deutsch­land nicht zugelas­se­ne Potenz­pil­le, eine Ampul­le Testo­ste­ron sowie ein Spritz­be­steck mit zwei Behält­nis­sen mit weißem Pulver, offen­sicht­lich Heroin, auf.

Eine Import­ge­neh­mi­gung bezie­hungs­wei­se ärztli­che Verschrei­bung der aufge­fun­de­nen Substan­zen konnte der gebür­ti­ge Kalab­rier nicht vorwei­sen. Zum Tatvor­wurf wegen Versto­ßes gegen das Betäu­bungs- und Arznei­mit­tel­ge­setz wollte sich der Beschul­dig­te auch nicht äußern, gab jedoch zu, Besit­zer dieser Mittel zu sein.

Die Bundes­po­li­zis­ten stell­ten die Drogen, die verbo­te­nen Arznei­mit­tel sowie das Spritz­be­steck nach Rückspra­che mit dem Zoll sicher und entlie­ßen den Beschul­dig­ten, der im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württem­berg mit Wohnsitz gemel­det ist, anschlie­ßend auf freien Fuß.