Feldha­se, Iltis und Garten­schlä­fer haben bald keinen Raum zum Leben mehr und sind vom Ausster­ben bedroht. Ursache ist die wachsen­de Nutzung ihrer Lebens­räu­me durch den Menschen.

Die Autoren haben für 97 in Deutsch­land heimi­sche Säuge­tie­re die Bestands­si­tua­ti­on und das Ausmaß der Gefähr­dung ermit­telt.

Unter den bestands­ge­fähr­de­ten Arten sind unter anderem Feldha­se, Iltis, Bechstein­fle­der­maus, Feldhams­ter, Garten­schlä­fer und Schweins­wal. «Ihre Vorkom­men gehen zurück, weil die mensch­li­che Nutzung ihrer Lebens­räu­me weiter zunimmt», erklär­te BfN-Präsi­den­tin Beate Jessel. «Die Auswir­kun­gen unserer Nutzun­gen sind es auch, die dazu geführt haben, dass das Graue Langohr als Fleder­maus, der Luchs und der Zwerg­wal jetzt als vom Ausster­ben bedroht einge­stuft sind.»

Als bestands­ge­fähr­det gelten in der Roten Liste Tiere, die in eine der vier Katego­rien «vom Ausster­ben bedroht», «stark gefähr­det», «gefähr­det» oder «Gefähr­dung unbekann­ten Ausma­ßes» einge­ord­net sind. Die Rote Liste wurde nun nach gut zehn Jahren aktua­li­siert.

Positiv entwi­ckelt haben sich demnach die Bestän­de von 17 Säuge­tier­ar­ten, darun­ter Atlan­ti­sche Kegel­rob­be, Wildkat­ze und Fisch­ot­ter. Dies sei vor allem auf Maßnah­men im Bereich des Natur- und Umwelt­schut­zes zurück­zu­füh­ren. Bei weite­ren 39 Arten wurde zumin­dest eine stabi­le Entwick­lung festge­stellt.

Die Rote Liste gibt Auskunft über alle 117 in Deutsch­land vorkom­men­den Säuge­tier­ar­ten, darun­ter auch dieje­ni­gen, die wegen ihres spora­di­schen oder neuen Vorkom­mens nicht in Bezug auf ihre Gefähr­dung bewer­tet wurden. Zehn erfass­te Arten sind in Deutsch­land ausge­stor­ben oder verschol­len, etwa der Große Tümmler und das Europäi­sche Ziesel. Um den Arten­rück­gang aufzu­hal­ten, sei «auf breiter Fläche eine natur­ver­träg­li­che­re Land- und Forst­wirt­schaft», erfor­der­lich, sagte Jessel.