Crifbür­gel unter­such­te für die Studie bundes­weit insge­samt mehr als 900 000 Unter­neh­men, unabhän­gig von ihrer Mitar­bei­ter­zahl. Im März 2018 lag die Frauen­quo­te demnach bei 22,6 Prozent.

Firmen ab einer bestimm­ten Größe — in der Regel ab 2000 Beschäf­tig­ten — müssen seit Anfang 2016 frei werden­de Aufsichts­rats­pos­ten mit Frauen neube­set­zen, bis mindes­tens ein Frauen­an­teil von 30 Prozent erreicht ist. Vorga­ben zur Beset­zung von Vorstän­den gibt es bisher nicht. Bundes­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Franzis­ka Giffey und Justiz­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lambrecht (beide SPD) hatten dazu einen Gesetz­ent­wurf vorge­legt, der liegt aber auf Eis, weil es Wider­stand in der Union gibt. Im Koali­ti­ons­aus­schuss war Ende August verein­bart worden, eine Arbeits­grup­pe einzu­set­zen, um den Konflikt zu entschär­fen.