LUBMIN (dpa) — Wartungs­ar­bei­ten machen die Abschal­tung der Pipeline Nord Stream 1 nötig. Inzwi­schen hat Kanada angekün­digt, die Liefe­rung einer benötig­ten Turbi­ne trotz der Sanktio­nen gegen Russland zu ermöglichen.

Die zuletzt wichtigs­te Verbin­dung für russi­sches Erdgas nach Deutsch­land wird am Montag­mor­gen abgeschal­tet. Grund sind jährlich wieder­keh­ren­de Wartungs­ar­bei­ten an der Ostseepipe­line Nord Stream 1, die der Betrei­ber bereits vor länge­rer Zeit angekün­digt hatte. Unter anderem Bundes­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grüne) hat akute Beden­ken geäußert, dass Russland den Gashahn auch nach Abschluss der Wartung nicht mehr aufdre­hen könnte. Wie die Betrei­ber­ge­sell­schaft Nord Stream AG mitteil­te, sollen die Arbei­ten bis zum 21. Juli dauern. In dieser Zeit werde kein Gas nach Deutsch­land befördert.

Das russi­sche Staats­un­ter­neh­men Gazprom hatte im Juni bereits die Liefer­men­ge durch die mehr als 1200 Kilome­ter lange Pipeline von Russland nach Meck