«Die Holzfi­gur des Melchi­or ist etwa mit seinen dicken Lippen und der unför­mi­gen Statur aus heuti­ger Sicht eindeu­tig als rassis­tisch anzuse­hen», sagte Gohl. Dies könne und wolle die Gemein­de so nicht stehen lassen. Statt­des­sen soll in diesem Jahr die Weihnachts­ge­schich­te nach Lukas erzählt werden, in der die Heili­gen Drei Könige nicht vorkom­men.

Mit der Entschei­dung möchte die Gemein­de auch einer mögli­chen Debat­te während der Feier­ta­ge vorgrei­fen. Das diesjäh­ri­ge Weihnach­ten solle nicht von einer Debat­te um die Krippen­fi­gu­ren bestimmt werden. Eine endgül­ti­ge Entschei­dung zum Umgang mit der Figur des Melchi­or wolle die Gemein­de «in aller Ruhe» im neuen Jahr treffen, so Gohl. Die «Südwest Presse» hatte zuerst darüber berich­tet.