TUTTLINGEN — Kurz nach 21.30 Uhr wurde die Feuer­wehr Tuttlin­gen wegen eines Brandes in der Bahnhof­stra­ße alarmiert. Das Dachge­schoss eines Mehrfa­mi­li­en­hau­ses stand in Flammen.

Zum Brand einer Doppel­haus­hälf­te mit Friseur­ge­schäft im Erdge­schoss und zu einem größe­ren Einsatz von Feuer­wehr, Polizei und Rettungs­kräf­ten ist es am Sonntag­abend, gegen 21.30 Uhr, in der Bahnhof­stra­ße Ecke Moltke­stra­ße gekom­men. Eine Bewoh­ne­rin hat sich dabei leich­te Verlet­zun­gen beim Einat­men von Rauch­ga­sen zugezogen.

Nach derzei­ti­gem Ermitt­lungs­stand entstand der Brand in der Küche einer Wohnung im Oberge­schoss des aus zwei Doppel­haus­hälf­ten bestehen­den Mehrfa­mi­li­en­hau­ses, vermut­lich ausge­hend von einer einge­schal­te­ten Herdplat­te und einem darauf befind­li­chen Topf mit erhitz­tem Öl. Von dort aus breite­te sich der Brand in das zweite Oberge­schoss des Hauses und schließ­lich bis zum Dachge­schoss aus. Die fünf Hausbe­woh­ner der betrof­fe­nen Doppel­haus­hälf­te konnten das Gebäu­de recht­zei­tig und eigen­stän­dig verlas­sen. Eine Bewoh­ne­rin der Wohnung, in welcher der Brand ausge­bro­chen war, hatte sich leich­te Verlet­zun­gen durch eine Rauch­gas­into­xi­ka­ti­on zugezo­gen. Die 72-jähri­ge Frau wurde noch am Brand­ort durch die einge­trof­fe­nen Rettungs­kräf­te behandelt.

Der Brand konnte schließ­lich durch die mit mehre­ren Fahrzeu­gen und rund 60 Einsatz­kräf­ten angerück­te Feuer­wehr der Abtei­lun­gen Tuttlin­gen, Möhrin­gen, Eßlin­gen, Mühlheim und Spaichin­gen gelöscht werden. Nach erster Schät­zung dürfte durch das Feuer und die Einwir­kung des Lösch­was­sers an der Doppel­haus­hälf­te und dem Geschäft im Erdge­schoss rund 250.000 Euro Sachscha­den entstan­den sein.

Neben der Feuer­wehr und der Polizei waren das DRK zusam­men mit einem Notarzt sowie eine Schnell­ein­satz­grup­pe (SEG) des Rettungs­diens­tes mit acht Fahrzeu­gen einge­setzt. Auch ein Berater der Stadt Tuttlin­gen war am Brand­ort einge­trof­fen. Nach Löschung des Brandes wurden die Bewoh­ner der betrof­fe­nen Doppel­haus­hälf­te von der Stadt vorüber­ge­hend ander­wei­tig unter­ge­bracht. Die Ermitt­lun­gen zur genau­en Brand­ur­sa­che wurden von der Polizei übernom­men und dauern noch an.