TETTNANG (dpa) — Hopfen­bau­ern am Boden­see rechnen in diesem Jahr mit einer unter­durch­schnitt­li­chen Ernte. Das Wetter sei von Frühjahr bis Sommer zu heiß und zu trocken gewesen, teilte der Hopfen­pflan­zer­ver­band Tettnang am Montag in Tettnang (Boden­see­kreis) mit. Auf einer Anbau­flä­che von rund 1500 Hektar, davon 47 Hektar Junghop­fen, werde ein Ertrag von rund 2400 Tonnen erwartet.

Es sei eine große Heraus­for­de­rung gewesen, die Bestän­de gesund zu halten, erklär­ten die Hopfen­bau­ern. Extrem früh habe sich die Hopfen­blatt­laus breit­ge­macht. Die rote Spinne habe zudem aufgrund der vielen Sommer- und Hitze­ta­ge ideale Bedin­gun­gen vorge­fun­den. Zudem belas­te­te die Betrie­be den Angaben zufol­ge die hohe Infla­ti­on sowie gestie­ge­ne Produk­ti­ons­kos­ten bei Düngung, Pflan­zen­schutz und Energie.

Die Ernte im Anbau­ge­biet Tettnang begin­ne in den nächs­ten Tagen und damit rund eine Woche früher als in den Vorjah­ren, hieß es.