BERLIN (dpa) — Dürre, Waldbrän­de, Überschwem­mun­gen: Die Welt ist auf dem bestem Weg, das 1,5‑Grad-Ziel zu verfeh­len, warnt Klima­for­scher Mojib Latif — und sieht die Politik in der Pflicht.

Vor dem Treffen des sogenann­ten Peters­ber­ger Klima­dia­logs sieht der Forscher Mojib Latif düste­re Aussich­ten für die Entwick­lung des Weltklimas.

Das Ziel, die Erder­wär­mung auf maximal 1,5 Grad gegen­über der vorin­dus­tri­el­len Zeit zu begren­zen, könne nicht mehr erreicht werden, sagte der Meteo­ro­lo­ge und Klima­for­scher der Medien­grup­pe Bayern. «Mit dem heuti­gen Ausstoß an Treib­haus­ga­sen werden wir diese Marke schon in knapp zehn Jahren reißen», schätz­te Latif ein. Vermut­lich werde man nicht einmal zwei Grad schaf­fen. «Nimmt man das, was die Politik weltweit derzeit macht, sind wir eher auf dem Kurs drei Grad.»

«Wir nähern uns dem Punkt, an dem man sich einge­ste­hen muss: Die Zeit ist abgelau­fen», sagte der Forscher. Drei Grad Erder­wär­mung wär