LINDAU  – In der „Seasi­de Bar“ auf der Lindau­er Insel ist ein Gast, der auch hinter der Theke ausge­hol­fen hatte, bei seinen Besuchen nachweis­lich mit dem Corona­vi­rus SARS-CoV‑2 infiziert gewesen. Alle Gäste, die sich am Freitag­abend 2. Oktober oder am Samstag­abend 3. Oktober, jeweils zwischen 21 Uhr und 5 Uhr, in der „Seasi­de Bar“ aufge­hal­ten haben, werden nun dringend aufge­ru­fen, sich sofort in häusli­che Quaran­tä­ne zu begeben und sich unver­züg­lich bei den Mitar­bei­tern des Fachbe­reichs Gesund­heits­we­sen am Landrats­amt unter der Nummer 08382 270–620 oder per E‑Mail unter gesundheitsamt@landkreis-lindau.de zu melden. Alle poten­zi­ell Betrof­fe­nen werden in der Folge auf das Corona­vi­rus getes­tet.

Das Landrats­amt weist Gastro­no­men nochmals eindrück­lich auf die Vorga­ben des Infek­ti­ons­schut­zes hin. So ist eine Erfas­sung der Gäste mit Namen und Kontakt­da­ten unbedingt vorzu­neh­men. Liegt eine solche Erfas­sung nicht oder unvoll­stän­dig vor, müssen mögli­che Kontakt­per­so­nen ander­wei­tig ermit­telt werden, beispiels­wei­se über einen öffent­li­chen Aufruf wie in diesem Fall.

In den letzten Wochen steigen die Infek­tio­nen bundes­weit wieder an, so auch im Landkreis Lindau. Die Heraus­for­de­rung: Die Infek­ti­ons­we­ge sind nicht immer nachvoll­zieh­bar und es gibt derzeit viele verschie­de­ne Infek­ti­ons­her­de. Das Team des Fachbe­reichs Gesund­heits­we­sen am Landrats­amt Lindau wurde während des Sommers vergrö­ßert, insbe­son­de­re im Bereich der Kontakt­nach­ver­fol­gung, da davon auszu­ge­hen war, dass die Infek­tio­nen ab Herbst sprung­haft steigen werden. Derzeit sind im Landkreis 130 Menschen in häusli­cher Quaran­tä­ne.

Im Vergleich zu den Fällen der letzten Wochen kann es beim aktuel­len Infek­ti­ons­ge­sche­hen sein, dass nicht alle mögli­chen Kontakt­per­so­nen umgehend identi­fi­ziert und unter Quaran­tä­ne gestellt werden können. „Wir weisen deshalb die Öffent­lich­keit auf dieses Infek­ti­ons­ge­sche­hen hin und appel­lie­ren nochmals dringend, sich an die Schutz- und Hygie­ne­maß­nah­men zu halten“, erklärt Landrat Elmar Stegmann.

Was bedeu­tet die Quaran­tä­ne:
— Man bleibt zuhau­se und dort isoliert (möglichst eigenes Zimmer, separa­tes WC falls vorhan­den), keine Kontak­te zu anderen, auch nicht zu anderen Perso­nen, die unter Quaran­tä­ne sind.
— Verstärk­te Hygie­ne, keine gemein­sam genutz­ten Hygie­ne­ar­ti­kel, oftma­li­ges Lüften der Räume, Säubern der Räume mit handels­üb­li­chen Reini­gungs­mit­teln.
— Keinen engen Kontakt.
— Führen eines „Fieber­ta­ge­buchs“
Weite­re Infor­ma­tio­nen des Robert-Koch-Insti­tuts zur Quaran­tä­ne: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html

Allge­mei­ne Hinwei­se zum Corona­vi­rus
Bürge­rin­nen und Bürger, die den Verdacht haben mit Corona­vi­ren infiziert zu sein und Krank­heits­sym­pto­me haben, sollten sich mit ihrem Hausarzt telefo­nisch in Verbin­dung setzen. Patien­ten haben auch die Möglich­keit unter der bundes­wei­ten Rufnum­mer 116 117 (bundes­weit ohne Vorwahl aus allen Netzen erreich­bar) den Ärztli­chen Bereit­schafts­dienst zu kontak­tie­ren und dies auch außer­halb der norma­len Praxis­zei­ten. Infor­ma­tio­nen zum Corona­vi­rus gibt das Landes­amt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­si­cher­heit unter der Nummer 09131 6808–5101.

Hygie­ne­maß­nah­men sind wichtig, dazu gehört regel­mä­ßi­ges und gründ­li­ches Hände­wa­schen mit Wasser und Seife, insbe­son­de­re nach dem Niesen und Husten. Nicht offen in den Raum husten oder niesen, am besten in die Armbeu­ge oder ein Papier­ta­schen­tuch.