KIEW (dpa) — Die bislang folgen­schwers­te Notla­ge am von Russland besetz­ten AKW Saporischsch­ja vergrö­ßert Sorgen vor einer nuklea­ren Katastro­phe. Kiew warnt vor weite­ren Krisen. Die News im Überblick.

Nach der zwischen­zeit­li­chen Abschal­tung des von Russland besetz­ten Atomkraft­werks Saporischsch­ja hat der ukrai­ni­sche Präsi­dent Wolodym­yr Selen­skyj vor weite­ren Notla­gen gewarnt. «Ich möchte betonen, dass die Situa­ti­on sehr riskant und gefähr­lich bleibt», sagte Selen­skyj in seiner nächt­li­chen Videoansprache.

Am Donners­tag waren die beiden zuletzt noch betrie­be­nen Reakto­ren an dem immer wieder beschos­se­nen AKW notfall­mä­ßig herun­ter­ge­fah­ren worden. Mittler­wei­le sind der Darstel­lung aus Kiew zufol­ge beide Blöcke wieder ans Strom­netz angeschlossen.

Zweiter Reaktor in Saporischsch­ja wieder am Netz

Selen­skyj bekräf­tig­te seine Forde­rung nach einem baldi­gen Besuch inter­na­tio­na­ler Exper­ten sowie nach dem Rückzug der russi­schen Truppen von dem AKW-Gelän­de. «Jede Wieder­ho­lung (…) wird das Kraft­werk erneut an den Rand einer Katastro­phe bringen», sagte er mit Blick auf den Vorfall am Donnerstag.