BERLIN (dpa) — Weite­res Kapitel im Ringen um die Pflicht zum Piks gegen Corona: Die Impfpflicht in Klini­ken und Pflege­hei­men soll in Deutsch­land Geschich­te werden. Die Begrün­dung dafür ist eine medizinische.

Die Corona-Impfpflicht für Perso­nal in Klini­ken und Pflege­hei­men soll voraus­sicht­lich Ende des Jahres auslau­fen. Grund sei die Dominanz sogenann­ter immun­e­vas­i­ver Corona-Varian­ten, wie es am Montag aus dem Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um hieß. Diese Erreger können der Immun­ant­wort von Menschen, die geimpft und/oder genesen sind, besser entge­hen als ihre Vorgänger.

Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lauter­bach (SPD) hatte zuletzt offen gelas­sen, ob die einrich­tungs­be­zo­ge­nen Impfpflicht im Gesund­heits- und Pflege­be­reich zum Jahres­en­de ausläuft oder verlän­gert wird. «Wir werden von dem Verlauf der Herbst- und Winter­wel­le abhän­gig machen, wie wir mit der einrich­tungs­be­zo­ge­nen Impfpflicht umgehen», hatte er im Oktober bei der Regie­rungs­be­fra­gung im Bundes­tag auf die Frage gesagt, ob er das Gesetz auslau­fen lassen oder verlän­gern wolle.

Die einrich­tungs­be­zo­ge­ne Impfpflicht gilt seit Mitte März. Die Gesund­heits­äm­ter können Tätig­keits- oder Betre­tungs­ver­bo­t