Nach Infor­ma­tio­nen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilneh­mer­krei­sen der ersten virtu­el­len CDU-Präsi­di­ums­sit­zung nach der Sommer­pau­se sagte Merkel am Montag demnach weiter, es könne deswe­gen derzeit keine weite­ren Locke­run­gen geben. Dies gelte auch für Fußball­spie­le.

Nach weite­ren Infor­ma­tio­nen aus Partei­krei­sen laufen derzeit Gesprä­che über ein Treffen der Minis­ter­prä­si­den­ten mit der Kanzle­rin in der kommen­den Woche, bei der über die Corona-Lage beraten werden soll. Die Entschei­dung solle noch im Laufe des Tages bei Beratun­gen von Kanzler­amts­chef Helge Braun mit den Chefs der Staats­kanz­lei­en fallen. Wann das Treffen sein könnte und ob es mit persön­li­cher Anwesen­heit im Kanzler­amt statt­fin­det, war zunächst nicht bekannt. Bei den Beratun­gen soll es demnach auch um die unein­heit­li­chen Regeln im Umgang mit der Pande­mie gehen.

Der hessi­sche Minis­ter­prä­si­dent Volker Bouffier (CDU) warnte nach Angaben aus Teilneh­mer­krei­sen im CDU-Präsi­di­um vor Alarmis­mus im Zusam­men­hang mit den aktuel­len Corona-Zahlen. In Deutsch­land gebe es nicht mehr eine Situa­ti­on wie im März. Man müsse nun beson­nen mit der Lage umgehen. Bouffier und auch der nordrhein-westfä­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet hätten in den Beratun­gen deutlich gemacht, dass sie erwar­te­ten, dass man noch lange mit der jetzi­gen Situa­ti­on leben müsse.

Inner­halb eines Tages hatten die Gesund­heits­äm­ter in Deutsch­land 561 neue Corona-Infek­tio­nen gemel­det. Dies ging aus Angaben des Robert Koch-Insti­tuts (RKI) vom frühen Montag­mor­gen hervor. Am Freitag und Samstag hatte das RKI jeweils noch mehr als 1400 Neuin­fek­tio­nen binnen 24 Stunden gemel­det. An Sonnta­gen und Monta­gen liegen die Zahlen erfah­rungs­ge­mäß oft niedri­ger, weil am Wochen­en­de nicht alle Gesund­heits­äm­ter Daten an das RKI übermit­teln.

Der Höhepunkt bei den täglich gemel­de­ten Neuan­ste­ckun­gen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegen­den Werten im Mai in der Tendenz gesun­ken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Exper­ten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzah­len kommen könnte, der die Gesund­heits­äm­ter bei der Nachver­fol­gung von Anste­ckungs­ket­ten an ihre Grenzen bringt.