Viele Schau­spie­ler reizt es, die Seiten zu wechseln und Regie zu führen. Nicht immer ganz einfach, wie Moritz Bleib­treu weiß.

Am 22. Oktober kommt sein Thril­ler «Cortex» in die deutschen Kinos. Bleib­treu hat das Drehbuch geschrie­ben und eine der Haupt­rol­len übernom­men, gedreht wurde in Hamburg und Berlin. «Klar, ich habe eine Menge Filme gemacht und sollte eigent­lich ganz gut wissen, wie es funktio­niert. Aber wenn du das zum ersten Mal machst, bist du genau­so unbefan­gen wie ein Filmhoch­schü­ler, der zum ersten Mal einen Kurzfilm macht.»

Er habe bei den Drehar­bei­ten auch viel gelernt. So habe er gemerkt, welche Art von Filme­ma­cher er gern sein möchte. Als Regis­seur wolle er nicht bis zum letzten Binde­strich alles vorge­ben, sondern auch abgeben können. «Ich versu­che, die besten Leute um mich herum zu holen und dann zu sagen “Mach!”. Aber das muss man auch lernen», so Bleib­treu. Dazu müsse man bereit sein, inhalt­li­che Dinge bei guten Vorschlä­gen auch zu ändern. «Wenn man erstmal geschnallt hat, dass der Film nie so wird wie man ihn im Kopf hat, dann kann man auch loslas­sen und dann macht es auch Spaß. So will ich das am aller­liebs­ten machen.»

Dass er schon so lange in der Filmbran­che unter­wegs ist, sei für sein Debüt «natür­lich ein riesen­gro­ßer Vorteil» gewesen. So habe er Schau­spie­ler wie Nicho­las Ofcza­rek, Nadja Uhl und Jannis Niewöh­ner — zum Teil auch recht kurzfris­tig — problem­los für seinen Film gewin­nen können.

«Cortex» dreht sich um einen Mann, der wegen inten­si­ver Träume enorme Schlaf­pro­ble­me hat und bald nicht mehr unter­schei­den kann, was Traum ist und was Wirklich­keit.