WEINGARTEN — Schüle­rin­nen und Schüler zukunfts­fit machen und für digita­le Themen begeis­tern – das hat sich die Initia­ti­ve „Roberta®-Lernen mit Robotern“ des Fraun­ho­fer Insti­tuts für Intel­li­gen­te Analy­se- und Infor­ma­ti­ons­sys­te­me zur Aufga­be gemacht. In Kürze wird in Weingar­ten das landes­weit zweite Roberta­Re­gio­Zen­trum am Insti­tut für Bildungs­con­sul­ting der PH Weingar­ten eröff­net. Die Städte Weingar­ten und Ravens­burg unter­stüt­zen das Projekt finan­zi­ell mittels Anschub­fi­nan­zie­rung sowie jährli­chem Betriebs­kos­ten­zu­schuss.

„Wer mit Robotern arbei­tet, wird in deren Bann gezogen“, schil­dert Thors­ten Leimbach, der als Vertre­ter des Fraun­ho­fer Insti­tuts zum Presse­ge­spräch via Bildschirm zugeschal­tet ist, das Konzept hinter Rober­ta. Um sowohl der Forde­rung nach mehr Medien in der Bildung nachzu­kom­men, als auch dem Mangel an Inter­es­se an den sogenann­ten MINT-Fächern entge­gen zu wirken, wurde 2002 die Initia­ti­ve „Roberta®-Lernen mit Robotern“ ins Leben gerufen.

Mittels Robotik-Workshops und in Koope­ra­ti­on mit regio­na­len Partnern soll bei Kindern und Jugend­li­chen die Begeis­te­rung für den Umgang mit und die Program­mie­rung von Robotern spiele­risch und kindge­recht entfacht werden. Seit der Gründung konnten bereits über 1.500 Lehrkräf­te geschult und so über 400.000 Schüle­rin­nen und Schüler bundes­weit erreicht werden. Neben innova­ti­ven Roboter-Baukas­ten­sys­te­men, Experi­men­ten und Lehrma­te­ria­li­en, bietet die Initia­ti­ve Weiter­bil­dun­gen an, um Technik­bil­dung und das Inter­es­se an MINT-Fächern an Schulen nachhal­tig zu etablie­ren.

„Heute ist ein guter Tag für unseren Bildungs­stand­ort und für das gesam­te Schus­sen­tal“, richte­te der zustän­di­ge Fachbe­reichs­lei­ter der Stadt Weingar­ten, Rainer Beck, das Wort an die Anwesen­den. „Wir freuen uns, dass wir als Städte dieses zukunfts­ge­wand­te Projekt finan­zi­ell zum Leben verhel­fen konnten“, so Beck. „Wir haben nun ein gemein­sa­mes Kind, und das heißt Rober­ta“, schloss er sein Grußwort und richte­te seinen Dank an das inter­dis­zi­pli­nä­re Team, das über zwei Jahren auf die Gründung hinge­ar­bei­tet hat.

Die öffent­li­che Eröff­nungs­ver­an­stal­tung soll zeitnah erfol­gen. Die ersten Weiter­bil­dun­gen von Lehrern sind bereits ab Dezem­ber 2020 geplant.