Ein Grund könnte das sehr bürokra­ti­sche Verfah­ren sein, hieß es in dem Bericht. So könne die staat­li­che Hilfe zum Beispiel nur von einem verei­dig­ten Steuer­be­ra­ter oder Wirtschafts­prü­fer beantragt werden, die Verei­ne müssen ihre Bilan­zen offen­le­gen, zahlrei­che Dokumen­te liefern und Nachwei­se erbrin­gen, etliche Formu­la­re ausfül­len.

«Einer­seits ist das richtig, weil auch wir nicht wollen, dass Steuer­gel­der verschwen­det werden», sagte Aurel Irion, der Geschäfts­füh­rer des Volley­ball-Bundes­li­gis­ten Allianz MTV Stutt­gart. «Anderer­seits ist der Aufwand enorm. Zumal wir erst mal jeman­den bezah­len müssen, der den Antrag stellt, ohne zu wissen, was am Ende bei uns ankommt.»

Der Bundes­tag hatte Anfang Juli ein Hilfs­pa­ket verab­schie­det, um die Folgen der Corona-Krise für den Profi­sport abzumil­dern. Er stell­te 200 Millio­nen Euro zur Verfü­gung, um den Clubs aus den ersten, zweiten und dritten Ligen (Fußball: nur dritte Liga) 80 Prozent der ausge­blie­be­nen Ticket­ein­nah­men im Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Dezem­ber 2020 erstat­ten zu können. Pro Club können bis zu 800 000 Euro beantragt werden. Die Frist soll am 31. Oktober auslau­fen.