BERLIN (dpa) — Bei der heute statt­fin­den­den Ernäh­rungs­kon­fe­renz sind die hohen Kosten für Nahrungs­mit­tel eins der Kernthe­men — ein Ende der Preis­stei­ge­run­gen ist laut Bundes­er­näh­rungs­mi­nis­ter noch nicht in Sichtweite.

Bundes­er­näh­rungs­mi­nis­ter Cem Özdemir erwar­tet weiter steigen­de Lebens­mit­tel­prei­se und befür­wor­tet deshalb Entlas­tun­gen für arme Haushal­te hierzulande.

Dem «Tages­spie­gel» sagte der Grünen-Politi­ker, der Höhepunkt bei den Preisen fürs Essen sei wohl noch nicht erreicht. Viele Herstel­ler müssten jetzt mehr Geld für Energie ausge­ben und reich­ten das an die Kunden weiter. Eine Abschaf­fung der Mehrwert­steu­er auf Obst und Gemüse, wie es Sozial­ver­bän­de fordern, fände er gut, «weil Konsum­aus­ga­ben gerade bei Ärmeren eine große Rolle spielen und weil das auch ein Beitrag für eine gesun­de Ernäh­rung wäre», sagte er. Aber er fürch­te, dass es dafür derzeit keine Mehrheit in der Regie­rungs­ko­ali­ti­on mit SPD und der FDP gebe.

Heute veran­stal­ten sein Agrar­mi­nis­te­ri­um, das Auswär­ti­ge Amt und das Entwick­lungs­mi­nis­te­ri­um die Konfe­renz «Gemein­sam für globa­le Ernäh­rungs­si­cher­heit». Ein Thema sind Lösun­gen für blockier­te Getrei­de­aus­fuh­ren wegen des russi­schen Angriffs­kriegs in der Ukraine.

Özdemir forder­te, dass die inter­na­tio­na­le Staaten­ge­mein­schaft nach dauer­haf­ten Alter­na­ti­ven zum bisher üblichen Export von ukrai­ni­schem Getrei­de über das Schwar­ze Meer suchen müsse. Nötig seien dauer­haf­te und leistungs­star­ke Alter­na­ti­ven. Für diese globa­le Aufga­