MANCHING (dpa) — Nur neun Minuten brauch­ten die Unbekann­ten, um Hunder­te wertvol­le Goldmün­zen aus dem Manchin­ger Museum zu stehlen. Die Ermitt­ler sind zuver­sicht­lich, die Tat aufklä­ren zu können.

Nach dem Gold-Diebstahl aus dem Kelten Römer Museum in Manching gibt die ermit­teln­de Staats­an­walt­schaft sich zuver­sicht­lich, die Täter finden zu können. «Alle Täter kochen nur mit Wasser und wir haben schon unsere Mittel und Wege, da auch dagegen­zu­hal­ten», sagte der Ingol­städ­ter Oberstaats­an­walt Nicolas Kaczyn­ski. «Ich bin optimistisch.»

Gemein­sam mit dem Landes­kri­mi­nal­amt (LKA) solle das weite­re Vorge­hen abgestimmt werden. Welche Maßnah­men konkret geplant sind, wollte er aber nicht sagen. «Das wäre zu weitge­hend und ist für die Öffent­lich­keit auch noch nicht bestimmt.»

«Kein Delikt, das man täglich auf dem Schreib­tisch hat»

Wie gestern bekannt wurde, brauch­ten die Täter nur neun Minuten, um in das Museum einzu­bre­chen und dort wertvol­le Goldmün­zen zu stehlen. Die Ermitt­ler vermu­ten, dass auch die Sabota­ge am Telefon­netz, die einen Ausfall von Telefon, Inter­net und auch der Alarm­an­la­ge des Museums zur Folge hatte, mit dem Einbruch zusam­men­hängt. «Das ist ein relativ nahe liegen­der Verdacht — ohne mich da jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen — dem man nachge­hen muss», sagte Kaczyn­ski. «Ob die Verbin­dung tatsäch­lich besteht oder es nur Zufall ist, letzten Endes werden das die weite­ren Ermitt­lun­gen ergeben müssen.»

Der Fall sei «kein Delikt, das man täglich auf dem Schreib­tisch hat. Gerade bei einer Staats­an­walt­schaft, die vielleicht nicht zu den größten in Bayern zählt», sagte er. «Umso mehr ist es für uns eine tolle Aufga­be, einfach mal zu zeigen, was die Kolle­gen können und das werden sie tun.»