STUTTGART (dpa/lsw) — Nach dem Rückzie­her der Politik in Sachen Oster-Lockdown sind Gottes­diens­te über die Feier­ta­ge nun doch wieder möglich. Oliver Hoesch, Sprecher der evange­li­schen Landes­kir­che in Württem­berg, sagte der «Heilbron­ner Stimme» (Donners­tag): «Präsenz­got­tes­diens­te können unter den bishe­ri­gen Maßga­ben statt­fin­den» — also unter Beach­tung eines stren­gen Hygie­nekon­zep­tes, das auch die jeweils aktuel­len Inziden­zen berück­sich­tigt. Diese Konzep­te hätten sich bewährt.

Minis­ter­prä­si­dent Winfried Kretsch­mann (Grüne) habe sein für diesen Donners­tag geplan­tes Gespräch mit den evange­li­schen Landes­bi­schof Frank Otfried July (Württem­berg) und dem katho­li­schen Bischof Gebhard Fürst (Rotten­burg-Stutt­gart) abgesagt, bestä­tig­te ein Regie­rungs­spre­cher der dpa.

Bund und Länder hatten ursprüng­lich beschlos­sen, das gesell­schaft­li­che Leben von Gründon­ners­tag bis Oster­mon­tag weitest­ge­hend lahmzu­le­gen. Man wollte unter anderem die Kirchen bitten, Gottes­diens­te nur online anzubie­ten. Auf Initia­ti­ve von Kanzle­rin Angela Merkel (CDU) wurde der Plan aber wieder einkassiert.

Hoesch sagte der «Heilbron­ner Stimme», dass viele Gemein­den für Karfrei­tag und Ostern sowie­so digita­le Gottes­diens­te geplant hätten und anbie­ten würden, so wie dies auch an Weihnach­ten der Fall war.