Dass die Durch­füh­rung der Weihnachts­märk­te noch nicht abschlie­ßend beschlos­sen ist, findet Rosch­mann nicht schlimm, sondern angesichts der Corona-Krise verständ­lich. «Planungs­si­cher­heit bedeu­tet für uns nicht, etwas ganz früh abzusa­gen, damit man Bescheid weiß», beton­te er. «Für uns reicht’s auch kurzfris­tig.»

Die Politik kann ohnehin für nichts garan­tie­ren: «Die Weihnachts­märk­te sind ja, wie der Name schon sagt, erst vor Weihnach­ten, das heißt, wir haben da noch Zeit, drauf zu reagie­ren», sagte Baden-Württem­bergs Minis­ter­prä­si­dent Winfried Kretsch­mann (Grüne) am Donners­tag nach der Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz dem SWR. Es seien noch Monate Zeit, die Entschei­dung zu fällen. Immer­hin sei die Situa­ti­on im Moment drama­tisch, weil die Zahlen wieder stark anstie­gen, wenn auch von einem niedri­gen Niveau aus.

Die Schau­stel­ler setzen derweil gegen Corona auf länge­re Veran­stal­tungs­zeit­räu­me, eine angepass­te Bebau­ung der Plätze und Straßen sowie durch­dach­te Hygie­nekon­zep­te, um die Infek­ti­ons­ri­si­ken zu minimie­ren. Für sie ist das Weihnachts­ge­schäft der Umsatz­brin­ger schlecht­hin — fielen die Weihnachts­märk­te aus, wäre das eine Katastro­phe, hieß es beim Verband.