Des einen Freud, des anderen Leid: Während Liebha­ber von Winter­land­schaf­ten ins Schwär­men geraten, haben Autofah­rer mit den Folgen des Schnee­falls zu kämpfen. So erging es vielen zum Start in die Woche — und mitten im Berufsverkehr.

Ein erneu­ter Winter­ein­bruch hat es auf den Straßen in Baden-Württem­berg ordent­lich schep­pern lassen. Mehre­re Menschen wurden bei Unfäl­len verletzt. In der Nacht zum Montag und auch tagsüber hatte es vieler­orts immer wieder geschneit. Für Diens­tag erwar­tet der Deutsche Wetter­dienst im Südwes­ten ebenfalls Schnee­fall. Autofah­rer müssen sich auf Glätte einstellen.

«Voraus­schau­en­des und umsich­ti­ges Fahren sind das Wichtigs­te», beton­te das Polizei­prä­si­di­um Ulm in einer Mittei­lung. Dabei sollten Fahrer das Tempo den Straßen- und Wetter­ver­hält­nis­sen anpas­sen, einen großen Abstand zu Voraus­fah­ren­den halten und mit Bedacht reagie­ren — etwa abrup­te Lenkbe­we­gun­gen oder Brems­ma­nö­ver möglichst vermeiden.

Allein in den Landkrei­sen Böblin­gen und Ludwigs­burg zählte die Polizei am Montag in den Morgen­stun­den 65 Unfäl­le infol­ge kräfti­ger Schnee­fäl­le. Bei drei Karam­bo­la­gen, unter anderem auf der Autobahn 81, seien fünf Menschen verletzt worden. Meist krach­ten Autos gegen­ein­an­der, in Rennin­gen (Landkreis Böblin­gen) prall­te aber auch ein Autofah­rer gegen eine Straßen­la­ter­ne und verletz­te sich leicht.

Im Zustän­dig­keits­be­reich der Ulmer Polizei verzeich­ne­ten die Beamten am Montag­vor­mit­tag rund 50 Unfäl­le, die sie auf winter­li­che Witte­rung zurück­führ­ten. So rutsch­te ein 52-Jähri­ger in Giengen an der Brenz (Landkreis Heiden­heim) auf einem noch nicht geräum­ten Gehweg aus und kam mit schwe­ren Verlet­zun­gen in ein Kranken­haus. Die Polizei prüft nun, ob hier gegen Räum- und Streu­pflich­ten versto­ßen wurde.

Auf der Bundes­stra­ße 19 nahe Obergrö­nin­gen (Ostalb­kreis) wurde eine Autofah­re­rin schwer verletzt, als sie auf schnee­glat­ter Straße auf die Gegen­fahr­bahn geriet und mit einem Reise­bus zusam­men­stieß. Die Feuer­wehr befrei­te die 36-Jähri­ge aus dem Wrack. Auch den 62 Jahre alten Busfah­rer brach­ten die Helfer sicher­heits­hal­ber in eine Klinik.

Glimpf­li­cher verlief da der Unfall eines Linien­bus­ses in Meßstet­ten (Zollern­alb­kreis): Dieser war in einer langge­zo­ge­nen Links­kur­ve auf schnee­be­deck­ter Fahrbahn mit der gesam­ten rechten Fahrzeug­sei­te von der Straße abgekom­men. Zwar wurden nach ersten Erkennt­nis­sen ein Leitpfos­ten und eine Warnba­ke beschä­digt, der 31 Jahre alte Fahrer blieb aber unver­sehrt. Fahrgäs­te waren keine im Bus.

In Stutt­gart kam ein 26-Jähri­ger mit seinem Klein­las­ter auf abschüs­si­ger Straße ins Rutschen, beschä­dig­te acht gepark­te Fahrzeu­ge und schob ein Auto in den Gleis­be­reich der Zahnrad­bahn. Zwei Menschen in dem Wagen wurden leicht verletzt. Die Bergung habe massiv den Verkehr behin­dert. Am Nachmit­tag kam ein Mann bei Bad Herren­alb (Landkreis Calw) mit seinem Wagen von der schnee­be­deck­ten Straße ab. Als er ausstieg, wurde er von einem anderen Fahrzeug erfasst und verletzt. In Lauten­bach (Orten­au­kreis) überschlug sich das Auto einer 36-Jähri­gen zweimal, nachdem es wohl wegen Schnee­glät­te in Richtung eines Abhangs gerutscht war. Die Frau blieb unverletzt.

Doch auch abgese­hen von Unfäl­len hatten viele Fahrer mit den Folgen des Winters zu kämpfen. «Gerade im Bereich von Steigun­gen kam zu kurzzei­ti­gen Verkehrs­be­hin­de­run