HAMBURG (dpa) — Die Straße ist weit über die Grenzen der Hanse­stadt hinaus bekannt. Auf St. Pauli unweit der Reeper­bahn wird sie als «kultu­rel­le Instanz» wahrgenommen.

Sie ist eine der bekann­tes­ten und sündigs­ten Straßen Deutsch­lands, doch für Frauen und Jugend­li­che gesperrt. Nicht so am Sonntag: Die Herbert­stra­ße in Hamburg feier­te ihren 100. Geburts­tag mit einem Tag der offenen Tür. Der Andrang inmit­ten der Amüsier­mei­le von St. Pauli war groß, auch viele Frauen zeigten sich interessiert.

Nach Angaben von Johan­na Weber, politi­sche Spreche­rin des Berufs­ver­bands für eroti­sche und sexuel­le Dienst­leis­tun­gen, arbei­ten etwa 250 Menschen in der Herbert­stra­ße, die meisten davon Frauen. Der Berufs­ver­band lobt, im Gegen­satz zu vielen anderen Orten sei die Sexar­beit in der Herbert­stra­ße gesell­schaft­lich anerkannt. D