Schüler in Baden-Württem­berg sollten mehr über das Thema sexuel­le Vielfalt sprechen. Das Vorha­ben der Landes­re­gie­rung hatte 2015/16 hefti­ge Protes­te ausge­löst. Nun sind die umstrit­te­nen Bildungs­plä­ne in geänder­ter Fassung in Kraft. Aber nicht alle sind zufrieden.

Der Lesben- und Schwu­len­ver­band (LSVD), die Bildungs­ge­werk­schaft GEW in Baden-Württem­berg und die Grünen im Landtag fordern Studi­en zum Thema sexuel­le Vielfalt an Schulen. Gut fünf Jahre nach den Protes­ten gegen eine Bildungs­plan­re­form und der Einfüh­rung der sogenann­ten Leitper­spek­ti­ve «Bildung für Toleranz und Akzep­tanz von Vielfalt», die an allge­mein­bil­den­den Schulen für alle Fächer gelten soll, sehen sie große Defizi­te bei der Umsetzung.

Für Lehrer gebe es kaum Hilfen, kriti­sier­te die GEW. Das Thema habe auch bei den Fortbil­dun­gen zur Einfüh­rung der Bildungs­plä­ne keine Rolle gespielt. Daher sei umgehend eine fundier­te Evalua­ti­on wichtig. Nicht akzep­ta­bel sei, dass weder in einem Leitfa­den Demokra­tie­bil­dung noch in einer Broschü­re zur Gewalt- und Mobbing­prä­ven­ti­on