LINDAU — Jedem Abschied wohnt ein Anfang inne, so auch bei Tobias Fuchs. Bei der offizi­el­len Ehrung des noch 35-Jähri­gen als Legen­de präsen­tier­ten die EV Lindau Islan­ders ihren „Rekord­spie­ler der Neuzeit“ gleich­zei­tig als Co-Trainer für die kommen­de Saison. Das Trikot von Fuchs, der am 5. Oktober Geburts­tag feiert, mit der Rücken­num­mer 63 hängt ab sofort unter dem Hallen­dach der Lindau­er Eissport­are­na und wird künftig nicht mehr vergeben. 

Bernd Wucher, 1. Vorsit­zen­der der Islan­ders, so genann­ter „Rekord­spie­ler der Urzeit“, dessen Trikot mit der Nummer 17 ebenfalls unter dem Hallen­dach hängt, nutzte beim Sponso­ren­abend des EVL die Gelegen­heit und zeich­ne­te den gebür­ti­gen Ravens­bur­ger noch als Spieler des Monats „März 2020“ aus. Danach waren wegen der COVID-19-Pande­mie keine Zuschau­er mehr zugelas­sen und Fuchs, inzwi­schen in Lindau auch als Bauin­ge­nieur tätig, hatte seine Laufbahn beendet. „Du bist in Lindau inzwi­schen heimisch gewor­den“, sagte Wucher, als er den „Laser­puck“ vom Medien­part­ner Lindau­er Zeitung überreich­te. „Du gehst auch nicht mehr zum Ruten­fest, sondern zum Kinderfest.“

Tobias Fuchs bestritt 436 Spiele in elf Jahren für die Islan­ders, war viele Jahre Kapitän des Teams und verewig­te sich 2015 als Schüt­ze des entschei­den­den Tors im Spiel um die Bayeri­sche Meister­schaft gegen Höchstadt in der EVL-Geschich­te. Als 24-Jähri­ger war Fuchs 2009 nach Lindau gekom­men, weil er es in Ravens­burg nicht ganz geschafft hatte. Mit dem EVL stieg er von der Landes­li­ga über die Bayern­li­ga bis in die Oberli­ga auf und durfte dort sogar in den Playoffs spielen. „Ich habe dem EV Lindau viel zu verdan­ken. Ich wurde hier immer wertge­schätzt und habe das familiä­re Umfeld sehr genos­sen“, sagt der ehema­li­ge Kapitän bei seinem Abschied. 

Knapp eine Woche vor dem Saison­auf­takt am 8. Oktober (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen den ECDC Memmin­gen stell­ten die EV Lindau Islan­ders beim Sponso­ren­abend ihr Team für die kommen­de Oberli­ga-Saison vor. Gleich­zei­tig bedank­te sich Marke­ting-Vorstand Patrick Maier für die Treue der EVL-Förde­rer in den schwie­ri­gen Zeiten der jüngs­ten Vergan­gen­heit. Nach dem offizi­el­len Teil verwöhn­ten die neuen Betrei­ber der EVL-Gastro­no­mie die Gäste noch einem bayeri­schen Buffet.