WASHINGTON (dpa) — Die Demokra­ten verlie­ren bei den US-Zwischen­wah­len knapp ihre Mehrheit im Reprä­sen­tan­ten­haus. Nancy Pelosi, eine der mächtigs­ten Frauen in der US-Politik, will die Führung in der Kongress­kam­mer abgeben.

Mit den neuen Macht­ver­hält­nis­sen im US-Reprä­sen­tan­ten­haus bahnt sich bei den Demokra­ten auch ein Genera­tio­nen­wech­sel an. Die Vorsit­zen­de der Parla­ments­kam­mer, Nancy Pelosi, gab gestern bekannt, ihre Frakti­on künftig nicht mehr anzuführen.

«Für mich ist es an der Zeit, dass eine neue Genera­ti­on die Demokra­ti­sche Frakti­on führt, die ich so sehr respek­tie­re», sagte die 82-Jähri­ge zu Beginn einer Sitzung der Kammer in Washing­ton. Sie werde aber weiter Abgeord­ne­te bleiben. Nach ihrer Rede kündig­te auch der 83-jähri­ge Steny Hoyer aus Pelosis Team an, künftig auf seine Führungs­auf­ga­ben zu verzichten.

Republi­ka­ner wollen Biden untersuchen

Die Demokra­ten hatten bei den Zwischen­wah­len die Mehrheit im Reprä­sen­tan­ten­haus verlo­ren. Die Abgeord­ne­ten der Frakti­on müssen nun einen neuen Vorsit­zen­den bestim­men, der sie künftig als Minder­heit in der Parla­ments­kam­mer anführt. Die Republi­ka­ner, die in dieser Kammer nun eine ganz knappe Mehrheit haben, kündig­ten gestern an, ihre neue Macht für parla­men­ta­ri­sche Unter­su­chun­gen gegen den US-Präsi­den­ten Joe Biden zu nutzen. Außer­dem könn