Verdi verstärkt den Druck und weitet seine Warnstreiks aus. Ob Bus oder Straßen­bahn am Freitag, Kitas am Montag und Kranken­häu­ser ab Diens­tag. Immer mehr Beschäf­tig­te protes­tie­ren.

In der Kommen­den Woche weitet Verdi die Warnstreiks im Konflikt des öffent­li­chen Diens­tes auf Kranken­häu­ser aus. Am Montag sind in Stutt­gart zunächst Beschäf­tig­te des Jugend­amts aufge­ru­fen, zu protes­tie­ren. Dazu gehören die kommu­na­len Kitas. Am Diens­tag sollen zahlrei­che Dienst­stel­len im Landkreis Göppin­gen in den Warnstreik treten. Betrof­fen sind laut Verdi wieder Kitas aber auch die Kranken­häu­ser in Geislin­gen und Göppin­gen. Auf dem Bahnhofs­platz in Göppin­gen ist um 11.00 Uhr eine Kundge­bung geplant. Am Donners­tag gab es befris­te­te Arbeits­nie­der­le­gun­gen in Ulm bei der Müllab­fuhr, bei Bauhö­fen sowie dem Klärwerk und in der Region Ludwigs­burg.

Der Warnstreik bei den Verkehrs­be­trie­ben findet im Rahmen der Mantel­ta­rif­run­de im kommu­na­len Nahver­kehr TV‑N Baden-Württem­berg statt. Die Beschäf­tig­ten in den sieben Verkehrs­be­trie­ben und beim Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) sind aber von den paral­lel statt­fin­den­den Entgelt­ver­hand­lun­gen für den öffent­li­chen Dienst bei Bund und Kommu­nen auch betrof­fen.

In Baden-Württem­berg gilt der TV‑N für rund 6400 Beschäf­tig­te in sieben kommu­na­len Verkehrs­be­trie­ben in Stutt­gart, Karls­ru­he, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz, Esslin­gen und Heilbronn. Der Hausta­rif­ver­trag bei der RNV gilt für 2200 Beschäf­tig­te in Mannheim, Heidel­berg und Ludwigs­ha­fen. Insge­samt werden in den acht Verkehrs­un­ter­neh­men weit über eine Milli­on Kunden pro Tag beför­dert.

«Die Arbeit­ge­ber werden am Freitag spüren, wie ihre Gegen­vor­schlä­ge mit Kürzun­gen bei den Beschäf­tig­ten ankom­men. Wir hoffen sehr, im Inter­es­se aller, die einen guten ÖPNV täglich brauchen, dass dieses Signal verstan­den wird», sagte Verdi-Verhand­lungs­füh­rer Andre­as Schackert.