WANGEN — Die Stadt­hal­le wird am Freitag von Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne bezogen. Es gibt Platz für 72 Perso­nen, die dort aus einer Notun­ter­kunft des Landkrei­ses in die Erstun­ter­brin­gung kommen.

Jeweils sechs Stock­bet­ten aus Holz stehen in den zwölf Abtei­len, die aus mit Folie umwickel­ten Bauzäu­nen geformt sind und mit einem schwar­zen ausge­dien­ten Bühnen­vor­hang zugehängt werden können. So gebe es wenigs­tens ein bisschen Privat­sphä­re, sagt Thomas Hausmeis­ter, Hausmeis­ter in der Stadthalle.

Die Betten stammen noch aus dem Jahr 2015, als viele Geflüch­te­te ankamen. Sie wurden einge­la­gert und jetzt wieder aufge­stellt. Zwei Contai­ner neben der Halle dienen den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern als Dusch­räu­me. Im Unter­ge­schoss der Stadt­hal­le stehen in einem Raum Wasch­ma­schi­nen und Trock­ner, die aus einem Lager des Katastro­phen­schut­zes bereit­ge­stellt wurden.

Thomas Hirsch­le, der im Zweit­be­ruf Wirt im Ratsst­üb­le ist, und Markus Stoffel, der das Stoffel’s im Stadt­bräu betreibt, zeich­nen gemein­sam für die Verpfle­gung der Geflüch­te­ten verant­wort­lich.  Sie werden sich die sieben Wochen­ta­ge auftei­len und im Foyer der Stadt­hal­le Essen anbie­ten. Es gehe nicht darum, die Geflüch­te­ten rundum zu versor­gen. Im Gegen­teil sollen sie beider Ausga­be und beim Aufräu­men ins Boot genom­men werden. Doch anders sei es logis­tisch nicht möglich, in der Halle über 70 Menschen zu verpfle­gen, sagte Hirschle.

Auch für jede Menge Steck­do­sen ist gesorgt, damit Handys und Laptops geladen werden können. Denn es soll auf jeden möglich sein, dass die Kinder übers Inter­net weiter in der Ukrai­ne „in die Schule gehen“. Gleich­zei­tig soll ihnen aber auch ermög­licht werden, schnell die Wange­ner Schulen zu besuchen, um im Sprach­bad zügig Deutsch zu lernen und Anschluss an gleich­alt­ri­ge Wange­ne­rin­nen und Wange­ner zu bekom­men, wie Oberbür­ger­meis­ter Micha­el Lang s