DOHA (dpa) — 48 Stunden vor dem WM-Auftakt setzt sich Gastge­ber Katar doch noch durch: Rund um die Stadi­en wird kein Alkohol verkauft. Es ist nicht die ersten Kehrt­wen­de entge­gen der Faninteressen.

Mit einem kurzfris­ti­gen Verbot von alkoho­li­schem Bier im Stadi­on­be­reich hat WM-Gastge­ber Katar die Fußball-Fans überrum­pelt und Sorgen vor Willkür geschürt.

Entge­gen der Kritik und Sponso­ren­in­ter­es­sen kippte das Emirat am Freitag die mit dem Weltver­band FIFA verein­bar­te Kompro­miss­lö­sung, die den Verkauf zumin­dest im Umfeld der acht Arenen ermög­licht hätte. Es werde weiter­hin ein «angeneh­mes, respekt­vol­les und zufrie­den­stel­len­des» Stadi­on­er­leb­nis sicher­ge­stellt, teilte die FIFA mit. Bierspon­sor Budwei­ser schrieb bei Twitter: «Also, das ist misslich» — und lösch­te den Tweet wenig später wieder.

Damit müssen sich die Fans kurz vor dem WM-Eröff­nungs­spiel zwischen Gastge­ber Katar und Ecuador am Sonntag (17.00 Uhr) erneut umstel­len. Mitte August war die Auftakt­par­tie überra­schend um einen Tag vorge­zo­gen worden — was der FIFA dem Verneh­men nach auch nur bedingt gefiel. Beides deutet auf verscho­be­ne Macht­ver­hält­nis­se zwischen dem Weltver­band und dem