RIEDLINGEN – Seit 10 Jahren schon besteht das psych­ia­tri­sche Fachpfle­ge­heim des ZfP Südwürt­tem­berg in Riedlin­gen. Dieses Jubilä­um wurde nun bei einem bunten Sommer- und Grill­fest zusam­men mit Bewoh­nen­den und Pflege­kräf­ten gefeiert. 

Zentrums­nah gelegen in der Donau­stadt, nicht weit von der Altstadt entfernt befin­det sich seit nunmehr 10 Jahren das psych­ia­tri­sche Fachpfle­ge­heim des ZfP. Den Umzug damals vom Bad Schus­sen­rie­der Abt-Siard-Haus in den moder­nen Neubau im Kapuzi­ner­weg sehen langjäh­ri­ge Mitar­bei­ten­de heute noch als großen Erfolg und als eine Verbes­se­rung der Lebens­um­stän­de der betreu­ten Menschen. „Es hat sich hier alles gut einge­spielt“, meinte die langjäh­ri­ge Bewoh­ner­für­spre­che­rin Heidrun Schenkel. 

Der Jubilä­ums­tag starte­te bei warmem Sommer­wet­ter mit einem gemein­sa­men morgend­li­chen Gottes­dienst im großen Garten des Fachpfle­ge­heims. „Schön, wenn ein Heim für die Menschen zur Heimat wird“, sagte Gemein­de­re­fe­ren­tin Rita Kappe­ler aus Daugen­dorf. Sie kennt durch zahlrei­che Besuche und abgehal­te­ne Gottes­diens­te viele der Bewoh­nen­den mit Namen und bezog sie in ihren Gottes­dienst mit ein. Zusam­men wurde gesun­gen, gebetet und abschlie­ßend einem kürzlich verstor­be­nen Bewoh­ner gedacht.

Sommer­fest im Garten

Nach dem Gottes­dienst traf die ZfP-Hauska­pel­le aus Bad Schus­sen­ried ein und die Musike­rin­nen und Musiker began­nen unter dem großen Laubbaum im Garten zünfti­ge Blasmu­sik zu spielen. Die bekann­ten Lieder lockten immer mehr Bewoh­nen­de der drei Wohngrup­pen nach draußen. Sie machten es sich auf den Terras­sen bequem oder ließen sich von den Pflege­kräf­ten mit dem Rollstuhl nach draußen helfen. Es herrsch­te eine gemüt­li­che Sommer­fest-Stimmung, auch weite­re langjäh­ri­ge Ehren­amt­li­che waren gekommen. 

Heimlei­te­rin Susan­ne Wagner-Ayar blick­te in ihrer Anspra­che auf die vergan­ge­nen Jahre zurück: „Es ist viel passiert: Zum einen haben wir das Dokumen­ta­ti­ons­pro­gramm Viven­di einge­führt. Und Corona hat zwei unserer Wohngrup­pen stark getrof­fen, aber die Mitar­bei­ten­den haben das toll gemeis­tert. Aktuell beschäf­tigt uns, neben der pflege­ri­schen Arbeit mit den Bewoh­nen­den, vor allem die Einfüh­rung des Bundes­teil­ha­be­ge­set­zes und die damit verbun­de­ne Bürokratie“.

Beson­ders bedank­te sie sich bei ihren Kolle­gin­nen und Kolle­gen: „Wir sind ein Fachpfle­ge­heim, das zusam­men­hält.“ In dem psych­ia­tri­schen Fachpfle­ge­heim leben auf drei Wohngrup­pen jeweils 15 Menschen unter­schied­li­chen Alters mit chroni­schen seeli­schen Erkran­kun­gen. Ein multi­pro­fes­sio­nel­les Team aus verschie­de­nen Berufs­grup­pen beglei­tet die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner bei der Lebens- und Alltags­ge­stal­tung. Die beson­de­re Atmosphä­re im Heim sei der Heimauf­sicht bei ihrem Besuch im Frühjahr positiv aufge­fal­len und auch der Medizi­ni­sche Dienst der Kranken­kas­sen beschei­nig­te kürzlich ein hervor­ra­gen­des Ergeb­nis. „Wir haben in jedem bewer­te­ten Bereich die volle Punkt­zahl“, verkün­de­te Wagner-Ayar stolz und rundum applau­dier­ten die Anwesen­den. Der langjäh­ri­gen Ehren­amt­li­chen Heidrun Schen­kel überreich­te die Leite­rin als Anerken­nung für die Unter­stüt­zung einen farben­präch­ti­gen Blumenstrauß. 

Offizi­el­le Glückwünsche 

Der tollen Arbeit der Heimbe­schäf­tig­ten zollte Marcus Schafft seinen Respekt. Riedlin­gens Bürger­meis­ter ließ es sich nicht nehmen, das Jubilä­um mitzu­fei­ern und anerken­nen­de Worte zu sprechen. „Jedes Mal, wenn ich hier reinkom­me, freue ich mich über die Einbli­cke in die Arbeit der Teams, die moder­ne Infra­struk­tur und die schöne Atmosphä­re“, lobte das Stadt­ober­haupt. Er überreich­te Heimlei­te­rin Wagner-Ayar das Gemein­de­wap­pen mit den Worten: „Herzlich wi