BAD WALDSEE — Die Ausstel­lung „Inspi­ra­ti­on Licht“ mit Werken von Arian Nitsche ist am Diens­tag im Wohnpark am Schloss Bad Waldsee eröff­net worden. Die farben­fro­hen Ölbil­der des jungen Avant­gar­de-Künst­lers aus Biber­ach bringen Farbe an die Wände der Senio­ren­wohn­an­la­ge und unter­strei­chen damit die Archi­tek­tur des licht­durch­flu­te­ten Foyers der Seniorenwohnanlage. 

Laura Heber war die Freude über die abstrak­ten Arbei­ten bei der Vernis­sa­ge anzumer­ken. „In der dunklen Jahres­zeit leuch­tet es bei uns im Wohnpark hell und freund­lich, weil Ihre Bilder vor Farbe nur so strot­zen – das freut uns sehr“, beton­te die Wohnpark­lei­te­rin bei ihrer Begrü­ßung. Sie ermun­ter­te die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner sowie Gäste von außer­halb, die großfor­ma­ti­gen Werke unvor­ein­ge­nom­men zu betrach­ten und sich auf eine kleine Reise hinaus in andere Welten zu begeben.

Der 26-Jähri­ge, der die junge zeitge­nös­si­sche Avant­gar­de vertritt, möchte seine Mitmen­schen hinein­neh­men in seine künst­le­ri­schen Prozes­se, die von expres­si­ver Farb- und Formge­bung gekenn­zeich­net sind. Dies beton­te Arian Nitsche bei der Eröff­nung seiner Schau „Inspi­ra­ti­on Licht“, die die Abbil­dung von Licht- und Schat­ten­sil­hou­et­ten auf der Leinwand in den Mittel­punkt stellt. „Meine Bilder sind für mich eine tägli­che Hommage an die Belebung der Schöp­fung, wenn ich meine Leinwand auf dem Boden meines Garten­ate­liers ausbrei­te und begin­ne, intui­tiv zu malen“, hob der freischaf­fen­de Künst­ler hervor. 

Bei der Avant­gar­de-Kunst gehe es nicht zuerst um das Verste­hen eines Bildes, sondern um „das eigene Erleben und Sehen des Betrach­ters, um einen Prozess des Vertrau­ens in indivi­du­el­le Sicht­wei­sen“, beschrieb der Künst­ler dem anwesen­den Publi­kum seine Arbeits­wei­se. Häufig dienen Schat­ten großer Pflan­zen, die mit einer Lampe angestrahlt werden, als Hinter­grund für seine abstrak­ten Arbei­ten, von denen 20 im Wohnpark am Schloss zu sehen sind. Dazu kommt noch eine Serie Aquarellbilder.

Die Corona­zeit sei für ihn eine „sehr arbeits­in­ten­si­ve, aber äußerst produk­ti­ve und letzt­lich befrei­en­de Phase“ gewesen, berich­te­te Arian Nitsche von seinem Einstieg in die künst­le­ri­sche Selbstän­dig­keit. „Ich habe mich aus starren Mustern gelöst und gebe meinem Geist den notwen­di­gen Freiraum – das macht mich glücklich.“
Musika­lisch anspre­chend gestal­tet wurde die Vernis­sa­ge von