WANGEN — In großen Schrit­ten naht mit dem 15. Mai 2022 bundes­weit der Stich­tag für den Zensus. Alle zehn Jahre muss überprüft werden, ob die Einwoh­ner­zahl in Deutsch­land noch stimmt und wie sich die Lebens­wei­se der Bürge­rin­nen und Bürger verän­dert hat. All diese Fakten sind wichti­ge Basis­da­ten für Planun­gen in den folgen­den Jahren – auch für die Städte und Gemeinden.

Zu diesem Zweck werden Bürge­rin­nen und Bürger befragt. Die Stich­pro­be beträgt zehn Prozent der Bürger­schaft. Die Befra­gun­gen laufen zwölf Wochen lang ab Montag, 16. Mai 2022. Ab Anfang Mai werden auch die Termi­ne für die Befra­gung mitge­teilt. Die Bürge­rin­nen und Bürger sind zur Auskunft verpflichtet.

Bei einem solchen Termin werden die Perso­nen zweifels­frei festge­stellt, die in der Wohnung oder dem Haus leben. Dabei werden neben den Namen, den Geburts­da­ten und dem Geschlecht auch die Staats­an­ge­hö­rig­keit, der Famili­en­stand sowie die Wohnsi­tua­ti­on festge­hal­ten. Diese Daten werden anony­mi­siert verar­bei­tet. Die Statis­tik, die daraus erstellt wird, lässt keine Rückschlüs­se auf die Auskunft geben­den Perso­nen zu. 

Die Angaben sind notwen­dig, um die Zahl der Einwoh­ner pro Kommu­ne zu klären. Denn für eine Gemein­de oder Stadt ist es aus finan­zi­el­len Gründen extrem wichtig, dass ihre Einwoh­ner­zahl korrekt erfasst ist. Als nach dem Zensus 2011 die Zahlen auf den Tisch kamen, wurden viele Kommu­nen damit konfron­tiert, dass die Hochrech­nung der einge­hol­ten Angaben offen­bar weniger Einwoh­ner ergab als auf Grund der eigenen Einwoh­ner­fort­schrei­bung feststand. Zwar konnten und können sie bis heute nicht sagen, welche Einwoh­ner fehlten, mussten aber die Konse­quen­zen bei den nächs­ten Haushalts­pla­nun­gen berück­sich­ti­gen. Pro Einwoh­ner erhal­ten viele Kommu­nen 1000 Euro jährlich aus dem kommu­na­len Finanz­aus­gleich. Wenn – wie in Wangen – plötz­lich rund 1000 Einwoh­ner in der Statis­tik fehlten, dann bedeu­te­te das einen Fehlbe­trag von einer Milli­on Euro im Jahr. 

Deshalb appel­liert Oberbür­ger­meis­ter Micha­el Lang an die Bürge­rin­nen und Bürger: „Bitte betei­li­gen Sie sich und beant­wor­ten Sie die Fragen. Jede Bürge­rin und jeder Bürger ist für uns wichtig. Auch die Stadt Wangen erhält Zuwei­sun­gen über den Finanz­aus­gleich. 1000 Menschen in der Statis­tik bedeu­ten eine Milli­on Euro. Verteilt auf fünf Jahre sind das 5 Millio­nen. Für diesen Betrag kann man zum Beispiel einen Kinder­gar­ten bauen. Schon allein deswe­gen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter des Zensus unter­stüt­zen würden.“

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