RAVENSBURG — Dank einer mannschaft­lich geschlos­se­nen Leistung feier­ten die Towerstars einen 3:2 Auswärts­sieg beim Spitzen­rei­ter Frank­furt. Der Erfolg ist umso beacht­li­cher, lagen die Oberschwa­ben bis zur 33. Minute noch mit 0:2 zurück.

Die Towerstars traten beim Gastspiel in Frank­furt mit selber Aufstel­lung wie am Sonntag an. Mit dabei war auch Vertei­di­ger Julian Eichin­ger, der nach seinem verlet­zungs­be­ding­ten Ausfall gegen Bad Nauheim grünes Licht bekam. Vor 2053 Zuschau­ern in der Frank­fur­ter Eissport­hal­le hatten die Towerstars schon nach 25 Sekun­den die erste Großchan­ce auf dem Schlä­ger. Sam Herr ging hinter dem Löwen Tor aggres­siv auf den Puck und spiel­te sofort weiter auf Charlie Sarault. Dieser hatte freie Bahn, doch Frank­furts Torhü­ter Jake Hilde­brand parier­te mit der Stockhand.

Nach ein paar Minuten gegen­sei­ti­gen Abtas­tens übernah­men die Gastge­ber die Initia­ti­ve, die Oberschwa­ben vertei­dig­ten ihre eigene Zone aber solide. In der 8. sowie 14. Minute stand das Ravens­bur­ger Team aller­dings unter Dauer­druck. Zunächst musste Robbie Czarnik wegen unkor­rek­tem Körper­an­griffs auf die Straf­bank, die zweite Strafe hatte Vincent Hessler abzusit­zen. Das Frank­fur­ter Power­play war stark aufge­zo­gen, doch der vor dem Tor frei stehen­de Mann wurde gut aus dem Spiel genom­men. Was an Schüs­sen aus der zweiten Reihe auf das Towerstars Tor kam, war Beute von Jonas Langmann. Von den Spiel­an­tei­len und Chancen herge­se­hen, ging das Start­drit­tel klar an Frank­furt, doch die Kernbot­schaft war das noch torlo­se Ergeb­nis auf der Anzeigentafel.

Den zweiten Spiel­ab­schnitt starte­te das Team von Coach Peter Russell durch­aus selbst­be­wusst mit schnel­len Pässen durch die neutra­le Zone, das sorgte für Druck auf das Tor der Hausher­ren. In der 24. Minute war Josh MacDo­nald an der linken Seite in Richtung Löwen Tor, wurde aber von Maximi­li­an Faber gefoult. Ihr erstes Power­play in dieser Begeg­nung zogen die Oberschwa­ben durch­aus druck­voll auf, es fehlten aber die vielver­spre­chen­den Schuss­po­si­tio­nen. Nach Ablauf der Frank­fur­ter Straf­zeit kam es auf der Gegen­sei­te aller­dings zu einer gefähr­li­chen Situa­ti­on. Die Löwen fuhren einen schnel­len Konter, das 3 gegen 1 Break konnte Jonas Langmann aller­dings entschärfen.

Keine Chance hatte der Towerstars Keeper jedoch in der 28. Minute. Kyle Sonnen­burg zog aus halblin­ker Positi­on ab und vom Schlitt­schuh von Florin Kette­rer wurde der Puck unhalt­bar zum 1:0 ins Tor gelenkt. Zwar warf das die Gäste in den Folge­mi­nu­ten nicht aus der Bahn, dennoch musste Jonas Langmann das Spiel­ge­rät in der 33. Minute zum zweiten Mal aus dem eigenen Netz fischen. Einen Schlag­schuss aus der zweiten Reihe lenkte Rylan Schwartz vor dem Torraum unhalt­bar unter die Latte. Doch erneut blieb die Schock­wir­kung aus, im Gegen­teil. Das nächs­te Ausru­fe­zei­chen der Partie setzten die Towerstars mit dem 2:1 Anschluss­tref­fer. Sam Herr drück­te nur 90 Sekun­den nach dem 2:0 die Schei­be im Nachschuss über die Linie. In den verblei­ben­den Minuten lag sogar der Ausgleich durch­aus in der Luft. Löwen Torhü­ter Jake Hilde­brand präsen­tier­te sich auf der Linie jedoch stark.

Nicht gerade förder­lich für den Schluss­ab­schnitt war freilich, dass es 6,8 Sekun­den vor dem zweiten Pausen­gong noch eine Straf­zeit gegen David Zucker setzte. Doch die Oberschwa­ben überstan­den die Unter­zahl mit verein­ten Kräften und mehre­ren Rettungs­ak­tio­nen von Jonas Langmann nicht nur schad­los, sie setzten sogar selbst einen nachhal­tig entschei­den­den Nadel­stich. Fabian Dietz spiel­te bei einem Entlas­tungs­an­griff in Unter­zahl die Schei­be aus der rechten Rundung zu Sam Herr an den Bully­punkt und dieser hämmer­te die Schei­be per Direkt­ab­nah­me zum 2:2 Ausgleich in die Maschen.

Das Spiel war jetzt nicht nur vom Spiel­stand her völlig offen. Es wechsel­ten sich die Druck­pha­sen und drama­ti­schen Torsze­nen stetig ab, Hochspan­nung lag in der Luft. Dass die Towerstars an diesem Abend defini­tiv mit einer riesen­gro­ßen Porti­on Selbst­ver­trau­en ausge­stat­tet waren, wurde mitun­ter in der 54. Spiel­mi­nu­te deutlich. Ein Frank­fur­ter Angriff wurde unter­bun­den, dann ging es pfeil­schnell in die andere Richtung. Das 3 gegen 1 Break vollende­te der Ingol­städ­ter Förder­li­zenz­stür­mer Simon Gnyp eiskalt zum 2:3 Führungstreffer.

Zwar waren noch sechs­ein­halb bange Minuten zu überste­hen und teils brann­te es lichter­loh vor dem Ravens­bur­ger Tor, doch diesen Sieg samt drei Punkten ließen sich die Towerstars nicht mehr entrei­ßen. „Da war ein unglaub­li­cher Wille heute – vom Torhü­ter bis zum letzten Feldspie­ler. Man hat dies auf der Bank gespürt“, zeigte sich Coach Peter Russell hochzu­frie­den mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir wussten, dass wir nur mit hohem Engage­ment so ein Top-Team wie Frank­furt heraus­for­dern können. Das ist uns am Ende gelun­gen und daher haben sich die Jungs die Punkte auch redlich verdient.“

Das lange Wochen­en­de mit drei Spielen in fünf Tagen gegen die Top‑3 der DEL2 haben die Towerstars damit mit einer starken Bilan