Mehr als 70 Teilnehmer*innen verlan­gen autofreie Innen­stadt in Ravens­burg + Kundge­bung und Fahrrad­de­mons­tra­ti­on durch die Innen­stadt + Aktions­bünd­nis fordert erste Schrit­te im Gemein­de­rat

In Ravens­burg haben  am Samstag trotz hoher Tempe­ra­tu­ren und Urlaubs­zeit  mehr als 70 Menschen an einer Kundge­bung und Fahrrad­de­mons­tra­ti­on für eine autofreie Innen­stadt in Ravens­burg teilge­nom­men. Das neu gegrün­de­te Aktions­bünd­nis Autofreie Innen­stadt Ravens­burg hatte dazu aufge­ru­fen. Das Bündnis setzt sich für eine lebens­wer­te, erhol­sa­me und besucher­freund­li­che Innen­stadt­ge­stal­tung ein und fordert, dass der Gemein­de­rat in seiner Sitzung am 28. Septem­ber das Thema bespricht.

„Wir sind sehr zufrie­den mit dem Verlauf von Kundge­bung und Fahrrad­de­mons­tra­ti­on. Insbe­son­de­re freuen wir uns über die zahlrei­chen positi­ven Rückmel­dun­gen,  sagt Matthi­as Wolf, Mitin­itia­tor des Aktions­bünd­nis Autofreie Innen­stadt Ravens­burg.

„In Beiträ­gen von ADFC, Bürger­fo­rum Altstadt und BUND wurde die vielfäl­ti­ge Perspek­ti­ve der unter­stüt­zen­den Gruppen für eine autofreie Innen­stadt in Ravens­burg deutlich“ sagt Matthi­as Wolf. Ein Vertre­ter des ADFC Kreis­ver­ban­des Ravens­burg forder­te eine generel­le Verkehrs­wen­de und hält die autofreie Innen­stadt für einen wichti­gen Mosaik­stein. In einem Grußwort verkün­det das Bürger­fo­rum Altstadt Ravens­burg, dass „die vorhan­de­nen Straßen­räu­me und Plätze vor allem wieder den Fußgän­gern und Radfah­rern dienen und dadurch ihre Lebens­qua­li­tät zurück erhal­ten“ sollen. Ein Vertre­ter des BUND wünsch­te sich unter anderem, dass Autover­kehr und Parkplät­ze in der Innen­stadt Platz machen für Bäume, Sträu­cher und Gründ­flä­chen hin zu einer ökolo­gi­schen und biodi­ver­sen Stadt. „Wir freuen uns sehr über diese breit gestreu­te Rücken­de­ckung!“, sagt Matthi­as Wolf.

Ein weite­rer Initia­tor des Aktions­bünd­nis Autofreie Innen­stadt Ravens­burg sieht bei seiner Rede die Lokal­po­li­tik in der Verant­wor­tung, jetzt zu handeln. „Dass Ravens­burg gerade erst zur “Modell­kom­mu­ne: Neue Wege zu mehr Klima­schutz im Verkehr“ ausge­wählt wurde, ist eine Chance, die vom Gemein­de­rat und vom Bürger­meis­ter ergrif­fen werden muss. Die Ergeb­nis­se der Umfra­ge der Klima­kom­mis­si­on, die jetzi­ge Demons­tra­ti­on und die öffent­li­che Meinung sind klare Signa­le an die Politik — im Sinne einer direk­ten Demokra­tie — Ravens­burg endlich autofrei zu machen.“ Der Samstag sei mit seinem wöchent­lich statt­fin­den Markt und ohne Autos einer der attrak­tivs­ten Tage um sich in der Innen­stadt aufzu­hal­ten. Er sehe einen „grund­le­gen­den Trugschluss“ in der Überzeu­gung des Einzel­han­dels, dass ein Fahrver­bot für Autos in der Innen­stadt dem Einzel­han­del schaden würde. Außer­dem empfin­de er die „lauten, aufge­motz­ten und mit quiet­schen­den Reifen fahren­den Autos, welche sich nachts regel­mä­ßig in der Markt­stra­ße wieder­fin­den“ als „untrag­bar“.