FRIEDRICHSHAFEN — Bei einem am Seerhein in Konstanz veren­det aufge­fun­de­nen Schwan wurde das stark infek­tiö­se aviäre Influ­en­za­vi­rus (HPAIV) des Subtyps H5 nachge­wie­sen. Nachdem Ende Dezem­ber bei einem im Schwarz­wald-Baar-Kreis aufge­fun­de­nen Mäuse­bus­sard der Virus­typ H5N8 nachge­wie­sen worden war, ist das Seuchen­ge­sche­hen nun auch wieder am Boden­see angekommen.

Der Fund des Mäuse­bus­sards zeigt, dass neben dem Wasser­ge­flü­gel inzwi­schen auch andere Wildvo­gel­ar­ten wie Greif­vö­gel von diesem Virus erfasst sein können. Das Risiko der weite­ren Ausbrei­tung in Wasser­vo­gel­po­pu­la­tio­nen und des Eintrags in Nutzge­flü­gel­hal­tun­gen und Vogel­be­stän­de in zoolo­gi­schen Einrich­tun­gen wird daher als hoch einge­stuft. Bei den derzeit kursie­ren­den Virus­ty­pen H5N8, H5N5 und H5N3 wurde bisher jedoch keine Übertra­gung auf den Menschen oder auf andere Haustie­re wie beispiels­wei­se Hunde oder Katzen festgestellt.

Eine Stall­pflicht bezie­hungs­wei­se eine entspre­chen­de Schutz­ein­rich­tung, die einen Virus­ein­trag verhin­dert, wurde für alle Geflü­gel­hal­tun­gen durch eine Allge­mein­ver­fü­gung am 11. Januar 2021 für den gesam­ten Boden­see­kreis vorge­schrie­ben. Betrof­fen von dieser Verpflich­tung sind sowohl gewerb­li­che Geflü­gel­hal­tun­gen als auch priva­te und Hobbyhaltungen.

Die Geflü­gel­hal­te­rin­nen und ‑halter sind aufge­ru­fen, alle Maßnah­men zu treffen, die einen Kontakt zwischen Wildvö­geln und Hausge­flü­gel verhin­dern. Auch soll auf eine Virus­ein­schlep­pung insbe­son­de­re über Einstreu, Futter, Tränke, Geräte und Schuh­werk unbedingt geach­tet werden. Die vollstän­di­ge Allge­mein­ver­fü­gung kann auf der Inter­net­sei­te des Landrats­amts Boden­see­kreis nachge­le­sen werden: www.bodenseekreis.de/de/politik-verwaltung/bekanntmachungen/

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