Aller­dings macht den Landwir­ten der — auch durch die Corona-Krise — rückläu­fi­ge Bierkon­sum Sorgen: «Wir gehen von einem weltwei­ten Rückgang von 10–15 Prozent aus», sagte Weishaupt weiter. In Deutsch­land habe er im ersten Halbjahr bei minus sieben Prozent gelegen. Die Hopfen­ern­te beginnt Ende August oder Anfang Septem­ber.

Tettnang ist dem Hopfen­pflan­zer­ver­band zufol­ge nach der Hallertau in Bayern das zweit­größ­te Anbau­ge­biet für Hopfen in Deutsch­land. Rund 130 Betrie­be bauen die Pflan­ze auf einer Fläche von knapp 1400 Hektar an.

Auch deutsch­land­weit rechnen die Hopfen­bau­ern nach einem Sommer mit ausrei­chend Regen mit «einer guten Durch­schnitts­ern­te» von hoher Quali­tät. Sie treffe jedoch auf eine deutlich gerin­ge­re Nachfra­ge der Händler und Bierbrau­er als im Vorjahr, teilte ihr Verband kürzlich im oberbaye­ri­schen Wolnz­ach in der Hallertau mit. Die Folge seien sinken­de Preise — bei einigen Sorten gerade­zu ein Preis­ver­fall.