„Klein, aber beson­ders fein“, so leite­te Innen­mi­nis­ter Thomas Strobl seine Rede zur Überga­be der vier neuen Feuer­lösch­boo­te ein. Eigent­lich hatte man sich die offizi­el­le Indienst­stel­lung im Rahmen einer großen Präsen­ta­ti­on der gesam­ten Flotte der Öl- und Schadens­wehr Boden­see vorge­stellt, doch gebie­tet die Corona Pande­mie auch hier Zurückhaltung. 

Daher kamen heute nur ausge­wähl­te Vertre­ter der Politik, der Landes- und Kommu­nal­ver­wal­tun­gen und der betei­lig­ten Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen zusam­men, um in einem kleinen Rahmen die Schlüs­sel­über­ga­be zu vollzie­hen. In der Seestra­ße in Konstanz, am Liege­platz des Lösch­boo­tes der Feuer­wehr Konstanz, kamen hierfür die vier neuen Boote zusammen.

Um den Boden­see und sein Ökosys­tem zu schüt­zen, verpflich­te­ten sich die Bundes­län­der Baden-Württem­berg und Bayern mit der Schweiz und Öster­reich bereits im Jahre 1960. Das Land Baden-Württem­berg hatte damals die Aufga­be an die Feuer­weh­ren der Städte Überlin­gen und Fried­richs­ha­fen sowie Radolf­zell und Konstanz aus dem Landkreis Konstanz übertra­gen. Die Ausstat­tung der dafür gegrün­de­te Ölwehr wird seitdem durch das Land finanziert.

Die Bedeu­tung dieses Auftrags wird dadurch deutlich, dass mehr als die als die Hälfte aller Bürge­rin­nen und Bürger aus Baden-Württem­berg ihr Trink­was­ser aus dem Boden­see bezieht. Zusätz­lich zählt auch die Rettung von Menschen und Tieren, auf und im Gewäs­ser zu den Aufga­ben der Einheiten.

Den stetig steigen­den Anfor­de­run­gen konnten die zwei aus DDR Zeiten stammen­den Feuer­lösch­boo­te mittler­wei­le nicht mehr gerecht werden. Darauf­hin wurde vor knapp 5 Jahren auf Weisung des Innen­mi­nis­te­ri­ums eine Arbeits­grup­pe gegrün­det. Die Leitung des Gremi­ums übernahm das Landrats­amt des Boden­see­krei­ses, deren Auftrag es war, vier bauglei­che Boote zu planen, auszu­schrei­ben und zu beschaffen.

Landrat des Boden­see­kreis Lothar Wölfle, dankte in seiner Anspra­che der Arbeits­grup­pe für ihr Engage­ment und die vielen geleis­te­ten Stunden, welche die heuti­ge Überga­be erst möglich gemacht haben. Aber auch gilt sein Dank dem Land Baden-Württem­berg, sowie Innen­mi­nis­ter Thomas Strobl für das entge­gen­ge­brach­te Vertrau­en in die Wehren und die Inves­ti­ti­on in die Zukunft.

17,38 Meter lang, 4,8