RAVENSBURG — Mit einem zweiten Sechs-Punkte-Wochen­en­de haben die Junio­ren einen perfek­ten Start in die neue DNL-Saison hinge­legt und sich an die Tabel­len­spit­ze der Divisi­on III Süd gesetzt. Beim 8:4 und 9:2 gegen Aufstei­ger VER Selb liefen beide Spiele nach dem gleichen Muster ab. Nach einer deutli­chen Führung im zweiten Drittel ließen es die Ravens­bur­ger im Schluss­ab­schnitt etwas schlei­fen und ermög­lich­ten den Gästen noch einiger­ma­ßen erträg­li­che Endre­sul­ta­te.

Spiel eins war zunächst geprägt von der Frage, wie stark sich Selb präsen­tie­ren würde. Richard Seba gelang in der 8. Minute die Führung. Pablo Koidl erhöh­te in der 14. Minute auf 2:0. Der EVR war zwar überle­gen, nach einem Kanter­sieg sah es aber noch nicht aus. Im zweiten Drittel drück­te Robin Prätz die Schei­be aus kurzer Distanz im Power­play über die Linie. Danach schwäch­ten sich die ansons­ten sehr fair auftre­ten­den Gäste selbst. Der Torhü­ter musste nach einem Stock­stich vom Eis. Die fünfmi­nü­ti­ge Überzahl nutzte der EVR durch zwei weite­re Treffer durch Marcel Mezler.

Im Schluss­drit­tel fielen gleich zu Beginn kurz hinter­ein­an­der zwei weite­re Tore durch Seba in Überzahl und durch Julius Zeigler. Bei 7:0 war alles klar, was auch die Cracks von Trainer Jan Benda so sahen. Sie ließen dem Gegner nun zusehends mehr Freiraum. Selb bewies, dass es nicht von ungefähr aufge­stie­gen ist und erziel­te nachein­an­der drei Treffer. Marcel Mezler setzte dem mit seinem dritten und schöns­ten Tor des Tages, einem Treffer direkt in den Winkel, das 8:3 entge­gen. Selb kam immer­hin noch zum 8:4. Zu mehr fehlte die Zeit.

Strafen: EVR 10; Selb 13 + 20

In der 56. Minute kam es im Übrigen zu einem kleinen „histo­ri­schen“ Moment in dieser noch jungen Saison: Erstmals musste ein EVR-Spieler wegen der „Corona-Regel“ vom Eis, dass ohne Handschuh nicht weiter­ge­spielt werden darf. Richard Seba hatte nach dem Verlust der Handbe­de­ckung nach Ansicht des Schieds­rich­ters nicht den direk­ten Weg zur Bank gesucht. Gedul­dig erklär­te er dem sicht­lich erstaun­ten EVR-Stürmer noch einmal die neue Regel.

Das zweite Spiel war in der Entste­hung des Erfol­ges noch deutli­cher als die erste Partie. Jan Benda hatte Verstär­kung von der an diesem Tag spiel­frei­en U 17. Drei Mal Richard Seba, U 17-Torjä­ger Andre­as Wiesler und Vertei­di­ger Eric Bergen sorgten bis zur ersten Sirene für ein klares 5:0. Erneut Seba sowie Lorenz Lagoda und Marcel Mezler schraub­ten das Ergeb­nis bis zur zweiten Sirene auf 8:0. Das Schluss­drit­tel gewann mit 2:1 erneut Selb, wobei die Gäste sogar noch mit einem Penal­ty an EVR-Torhü­ter Timo Röder schei­ter­ten. Für den EVR traf nur noch Pablo Koidl.

Strafen: EVR 10; Selb 6

U 17 Bayern­li­ga
EHC Bayreuth – EVR 3:2
Die U 17 des EVR hat auch auswärts ihre Bewäh­rungs­pro­be bestan­den, obwohl das Team auf fast zwei Sturm­rei­hen verzich­ten musste. Schon in der 2. Minute ging die Mannschaft in Führung und baute diese in der 18. Minute auf 0:2 aus. Nach einem torlo­sen Mittel­drit­tel kam Bayreuth in der 45. Minute zum Anschluss­tref­fer. Spannend wurden die Schluss­mi­nu­ten. Der EVR erhöh­te zunächst in der 59. Minute auf 1:3. Nur zehn Sekun­den später hieß es 2:3. Noch in dersel­ben Minute und genau 66 Sekun­den vor dem Schluss­pfiff erhielt Bayreuth einen Penal­ty. Torhü­ter Nico Wiens parier­te und der knappe Sieg war einge­fah­ren.

Torschüt­zen EVR: Daniel Ruf, Andre­as Wiesler, Nikita Kessler. Strafen: Bayreuth 10; EVR 18 + 10

U 15
Kaufbeu­ren – EVR 11:4
3:2 endeten jeweils die ersten beiden Drittel. Der EVR hielt in einem von vielen Straf­zei­ten gepräg­ten Spiel zunächst gut mit. Im Schluss­ab­schnitt kam das Team mit 0:5 unter die Räder und musste sich am Ende doch klar geschla­gen geben.
Tore EVR: Nikita Kessler (2), Artur Kreider, Georg Lagoda
Strafen: Kaufbeu­ren 17 + 20; EVR 28 + 30

U 13 Bayern­li­ga
EVR – HC Lands­berg 6:4
Der EVR hat seine ersten drei Punkten in der neuen Saison ergat­tert. Gegen die „River­kings“ vom Lech bot das Team von Beginn an begeis­tern­des Kombi­na­ti­ons­eis­ho­ckey und führte zur ersten Pause hoch verdient mit 3:1. Dem 4:1 im zweiten Abschnitt folgte jedoch kein glatter Durch­marsch, sondern die spannends­te Phase des Spiels. Mit einem Schlen­zer in Überzahl von der blauen Linie sowie einem Penal­ty eine Sekun­de vor der zweiten Pause waren die Gäste plötz­lich wieder auf 4:3 dran. In der 48. und in der 53. Minute entschied der EVR mit zwei Toren das Spiel. Dass sieben Sekun­den nach dem 6:3 der vierte Lands­ber­ger Treffer fiel, machte die Partie bis zum Ende nochmals spannend.

Torschüt­zen EVR: Albert Nikitevich (2); Moritz Schrei­er, Maxim Kinast, David Teilhof, Paul-Leo Selg.

Strafen: EVR 10; Lands­berg 10

HC Lands­berg – EVR 8:0
Die Revan­che der „River­kings“ folgte tags darauf. Bei Drittel­er­geb­nis­sen von 2:0, 3:0 und 3:0 hatten die Oberschwa­ben keine Chance.
Strafen: EVR 8, Lands­berg 8