FRIEDRICHSHAFEN — Nach der Schlie­ßung der ZF Arena sucht der VfB Fried­richs­ha­fen weiter nach einer neuen Heimspiel­stät­te. Bis zum Saison­start am 17. Oktober scheint diese Suche noch nicht von Erfolg gekrönt zu sein — deshalb mussten die Verant­wort­li­chen reagie­ren. Alle Heimspie­le im Oktober wurden von den Häfler Volley­bal­lern verscho­ben. Auch ein länge­res Trainings­la­ger außer­halb wird es nicht geben.

Die Gesprä­che in Sachen neuer Heimspiel­stät­te laufen beim VfB Fried­richs­ha­fen. Trotz­dem haben sich die Häfler Volley­bal­ler dazu entschie­den, ein wenig mehr Sicher­heit in ihre Planung einzu­bau­en. „Wir werden im Oktober keine Heimspie­le in Fried­richs­ha­fen austra­gen“, so VfB-Geschäfts­füh­rer Thilo Späth-Wester­holt. „Auch wenn wir es kurzfris­tig zum Saison­start am 17. Oktober hinbe­kom­men hätten mit einer neuen Halle, wäre es doch sehr knapp gewor­den.“

Betrof­fen davon sind die Heimspie­le gegen die Netzhop­pers Königs Wuster­hau­sen-Besten­see, gegen den VCO Berlin und die power­vol­leys Düren. Mit den Netzhop­pers und Düren wurde kurzer­hand das Heimspiel­recht getauscht, sodass die Häfler am 17. Oktober (18 Uhr) in Branden­burg aufschla­gen und am 31. Oktober (19:30 Uhr) in Düren ans Netz gehen. Das Spiel gegen den VCO Berlin wurde auf unbestimm­te Zeit verscho­ben. „Das ist ein Kompro­miss, mit dem alle Seiten leben können“, sagt Warm. „Auch wenn zwei Auswärts­spie­le zum Saison­start natür­lich nicht optimal sind.“

Denn Warm lebt mit seinem Team gerade ähnlich eines Nomaden-Stamms. Täglich ziehen die Häfler um und nutzen Hallen­ka­pa­zi­tä­ten im Umland, die die Stadt Fried­richs­ha­fen zur Verfü­gung stellt. „Das ist nicht optimal, aber wir haben die Chance zu trainie­ren“, sagt er. „Wir hoffen, dass wir bald eine Lösung haben, die wieder eine andere Quali­tät von Training zulässt.“ Oft stehen nämlich nur Teilbe­rei­che zur Verfü­gung, oder die Hallen sind deutlich zu niedrig, um auf Bundes­li­ga-Niveau trainie­ren zu können.

Auf das Trainings­la­ger abseits des Boden­sees hat der Club schluss­end­lich verzich­tet. Einer­seits hätte dieses Vorha­ben ungeplant ein fünfstel­li­ges Loch in den Etat geris­sen. Anderer­seits steht Trainings­qua­li­tät auch immer in der Waage zur Gemüts­la­ge der Spieler. „Wir werden in dieser Saison noch sehr oft unter­wegs sein und viele Spieler haben ja auch Famili­en“, so Späth-Wester­holt. „Wenn wir jetzt drei Wochen nur unter­wegs gewesen wären, hätte das sicher auch für Unmut gesorgt. Deshalb ist die Entschei­dung so gefal­len.“ Einen Kurztrip tritt der Rekord­meis­ter aber dennoch an — zum Gegen­be­such an den Ammer­see. Dort bestrei­tet der VfB Fried­richs­ha­fen am kommen­den Freitag ein Testspiel gegen den TSV Herrsching.