FRIEDRICHSHAFEN — Der Kreis­vor­sit­zen­de der SPD Boden­see­kreis, Leon Hahn bewirbt sich erneut um die Bundes­tags­kan­di­da­tur der SPD im Wahlkreis Boden­see. Dies teilte der 29-jähri­ge Ende am Donners­tag in einem Schrei­ben an alle SPD-Mitglie­der mit.

Zuvor hatte der SPD-Kreis­vor­stand in einer Sitzung gemein­sam mit Vertre­tern aller Ortsver­ei­ne im Wahlkreis 293 die Kandi­da­tur von Leon Hahn einhel­lig begrüßt und unter­stützt. „Ich glaube fest daran, dass wir mit Zuver­sicht in die Zukunft gehen können, wenn wir die Verän­de­run­gen, die uns aktuell bevor­ste­hen, politisch klug gestal­ten“, so Leon Hahn. „Ich verbin­de mit meiner Kandi­da­tur ein Angebot an die SPD und an die Bürge­rin­nen und Bürger im Wahlkreis. Wir können die Heraus­for­de­run­gen, die uns durch Corona, durch die Trans­for­ma­ti­on unserer Wirtschaft oder durch den Klima­wan­del bevor­ste­hen gut bewäl­ti­gen, wenn wir offen sind für neue Ideen und eine zupacken­de Politik“.

Hahn erklär­te, er wolle seine Erfah­run­gen in der Landes- und Bundes­po­li­tik nutzen, um die Anlie­gen des Wahlkrei­ses in Berlin wieder besser sicht- und hörbar bar zu machen. Als Juso-Landes­vor­sit­zen­der hatte der gebür­ti­ge Salemer bereits zu Zeiten der grün-roten Landes­re­gie­rung etwa eine Stärkung von Auszu­bil­den­den voran­ge­bracht und war u.a. als Bundes­par­tei­tags­de­le­gier­ter und zwischen­zeit­li­ches Mitglied des Partei­kon­vents auch auf Bundes­ebe­ne gut vernetzt.

„Wir können auch aus Krisen gestärkt hervor­ge­hen, wenn wir bewusst Weichen stellen und uns unserem Schick­sal nicht einfach ergeben. Dafür müssen wir zum Beispiel mit Hochdruck in unsere digita­le Infra­struk­tur, etwa durch den Ausbau von Inter­net und Mobil­funk inves­tie­ren, digita­le Bildung endlich auch in die Reali­tät umset­zen und unseren Arbeits­markt etwa durch ein Recht auf Home Office moder­ni­sie­ren“, so Hahn. „Wir werden außer­dem nur Wohlstand und Arbeits­plät­ze am See erhal­ten können, wenn wir unsere Indus­trie und Wirtschaft mutig weiter­ent­wi­ckeln und umgestal­ten. Das heißt, massiv in Infra­struk­tur, Forschung und Entwick­lung und in unsere Innova­ti­ons­kraft zu inves­tie­ren“. Das setze voraus, dass die enormen Kosten der Corona-Pande­mie gerecht verteilt würden.

Gerade beim Klima­wan­del zeigte sich Leon Hahn davon überzeugt, dass Verän­de­run­gen nötig seien. „Es kommt aber darauf an, dass wir hier durch­dacht und sozial gerecht agieren. Wenn wir radikal massen­haft Arbeits­plät­ze gefähr­den oder die Kosten für das alltäg­li­che Leben unver­mit­telt in die Höhe treiben, werden wir die Akzep­tanz für Klima­schutz verlie­ren. Ich trete mit der SPD für eine sozial­öko­lo­gi­sche Wende ein, weil ich überzeugt bin: Klima­schutz wird nur sozial gerecht gelin­gen oder er wird schei­tern“. Dabei berge der Klima- und Umwelt­schutz auch enorme Vortei­le für mehr Lebens­qua­li­tät aller. Gerade in der Boden­see­re­gi­on besteht laut Hahn ein enormes Poten­ti­al, Arbeits­plät­ze zu erhal­ten und durch neue, nachhal­ti­ge Techno­lo­gien einen Zukunfts­markt früh zu prägen.

Leon Hahn, der auch Mitglied des SPD-Landes­vor­stands ist, kündig­te außer­dem an, neben seinem langjäh­ri­gen Einsatz für mehr bezahl­ba­ren Wohnraum des Weite­ren auch ein klares Signal gegen Rechts senden zu wollen. „Wir standen vor vier Jahren als Bollwerk gegen Rechts am See. Damals w